Martkratsitzung in Kirchenthumbach
Gärten vorm Ertrinken retten

Nach dem Wasserrohrbruch in der Lindenstraße standen die Gärten und Garagen der Bürger unter Wasser. Bild: dfr
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Kirchenthumbach
05.08.2016
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Die Rohrbrüche in der Bürgermeister-Prüschenk-Straße und Lindenstraße waren heftig. Sie überfluteten die Garagen und Gärten der Bürger. Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann drängte deshalb in der Marktratsitzung, schnell zu handeln.

"Der Teilausbau für die neue Wasserleitung in der Lindenstraße muss noch heuer starten. Man kann es den Bürgern nicht länger zumuten, ständig mit der Angst zu leben, dass das Grundstück absäuft. Wir werden für die nächste Sitzung von der CSU einen entsprechenden Antrag stellen", sagte Schreglmann. Das Gremium beauftragte die Verwaltung damit, Kontakt mit dem zuständigen Ingenieurbüro aufzunehmen, damit der Ausbau noch 2016 starten kann.

Wahlgeheimnis sichern


Die Verwaltung beantragte, die Wahllokale in Heinersreuth, Neuzirkendorf und Thurndorf zu einem gemeinsamen Lokal in Kirchenthumbach in der Grundschule zusammenzulegen. Grund des Antrags ist einerseits die steigende Zahl der Briefwähler. Andererseits besteht das Risiko, dass die Mindestanzahl der Urnenwähler sinkt und somit das Wahlgeheimnis gefährdet.

Außerdem bedauert die Verwaltung, dass es immer schwieriger werde, Wahlhelfer zu finden. Das sahen die Gemeinderäte anders. "Wir können es den Bürgern aus Heinersberg nicht zumuten, über zehn Kilometer nach Kirchenthumbach zum Wählen zu fahren", hielt Rudi Stopfer dagegen. Ähnlich sah dies auch Winfried Sporer aus Neuzirkendorf. "Eine Zusammenlegung macht keinen Sinn aus meiner Sicht. Wir würden hier auch ein Zeichen für die Bürger in den Ortsteilen setzen, wenn wir die Wahllokale bestehen lassen."

Zu weiter Weg


Harald Oberst (Thurndorf) sieht sogar eine Gefahr in einer Zusammenlegung. "Das würde sich negativ auf die Wahlbeteiligung auswirken, da viele Bürger den Weg nach Kirchenthumbach nicht auf sich nehmen würden und der Wahl fern bleiben." Die Gemeinde sollte lieber nach neuen Wahlhelfern suchen, denn Interesse aus der Bevölkerung gebe es genug. Die Räte lehnten den Antrag schließlich einstimmig ab und beauftragten Bürgermeister und Verwaltung damit, die Liste der Wahlhelfer zu überarbeiten und nach neuen Helfern Ausschau zu halten.

Der Seniorenbeauftragte Heribert Lassner berichtete Positives. "Den in Kirchenthumbach lebenden Älteren geht es richtig gut. Kirchenthumbach ist ein gigantisches Mehrgenerationenhaus. 90 Prozent der Senioren leben mit den Jungen unter einem Dach", berichtet der Marktrat und Seniorenbeauftragte. Auch die Entwicklung der Ende November gegründeten Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" lobte er. "Innerhalb von neun Monaten hat sich die Mitgliederzahl auf über 170 verdreifacht. Bis zum Ende des Jahres 2018 rechnen wir mit mehr als 500 Mitgliedern."

Auch finanziell steht der Ort auf soliden Beinen. Allerdings mahnte Lassner an, dass Zuschüsse von externen Förderern auf drei Jahre begrenzt sind. "Wir sind ab dem vierten Jahr auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen." Spätestens im übernächsten Jahr müsse man an die Gemeinde herantreten und um regelmäßige Zuschüsse aus der Bevölkerung bitten.

Bürgermeister Jürgen Kürzinger informierte, dass es noch vier bis acht Wochen dauert, bis der Breitbandausbau fertig ist. Grund dafür ist ein fehlendes Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Wir sind ab dem vierten Jahr auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen.Marktrat Heribert Lassner
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