Mit Altem Neues schaffen
Generalsanierung des Thurndorfer Friedhofes mit Kriegerdenkmal und Grünanlagen abgeschlossen

Neue Friedhofsmauer, neue Sandsteinsäulen, altes Tor. Und in den Seitenelementen weisen die Zahl 1187 und ein Turm auf das Gründungsjahr der Pfarrei und den Ursprung des Ortsnamens hin. Bilder: ü (2)
Vermischtes
Kirchenthumbach
23.12.2015
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Nach gut drei Jahren ist das Werk vollendet: Als sehr gut gelungen kann die Generalsanierung des Thurndorfer Friedhofes mit Kriegerdenkmal und Grünanlagen bezeichnet werden. Rund 270 000 Euro und viele, viele Stunden Hand- und Spanndienste freiwilliger Helfer für Gotteslohn wurden investiert.

Thurndorf. Die in Abschnitten erfolgte Neugestaltung der Anlage, die im Unterhalt der katholischen Pfarrgemeinde steht, ist ein Gemeinschaftswerk von Dorferneuerung, katholischer Kirchenverwaltung und Marktgemeinde Kirchenthumbach.

Neu angelegt wurde der neue Teil des Gottesackers rund um die Pfarrkirche und den historischen Turmstumpf, der ebenfalls grundlegend saniert wurde. Das Pflaster der Wege und Zufahrten fügt sich harmonisch in das Dorfbild ein. Auch die neue Friedhofsmauer ist eine Augenweide.

Die Wiederaufstellung des Kriegerdenkmals und die Gestaltung seines Umfeldes stammt aus der Ideenschmiede von Georg Schatz, des örtlichen Beauftragten der Dorferneuerung. Unter Mithilfe von Steinmetzmeister Fred Müller hat Schatz dabei selbst kräftig mit Hand angelegt und aus Teilen des alten Ehrenmals ein stattliches Monument geschaffen. Zudem hat er die Namen der Gefallenen beider Weltkriege herausgefunden, gesammelt und gesichert.

Das alte Kriegerdenkmal stand früher neben der Hauptstraße beim Beginn der Jakobusstraße. Im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße und der Dorferneuerungsmaßnahmen wurde es abgebaut und zwischengelagert.

VdK-Rücklage fließt ein


Bei der Auflösung des VdK-Ortsverbandes Thurndorf vor vielen Jahren hat der damalige Vorstand um Rudi Schatz in weiser Voraussicht 1000 Mark für die Sanierung des Kriegerdenkmals als Rücklage geschaffen. Dieser Betrag wurde jetzt mit bei der Finanzierung verwendet.

Eine Wiederverwendung erlebten auch die alten schmiedeeisernen Tore und Türen an den seitlichen Zugängen zum Friedhof. Jahrzehntelang waren sie in der Scheune des "Braumeisters" gelagert, und blieben so unversehrt und gut erhalten. Willi Büttner, ehemaliges Mitglied der Kirchenverwaltung, hat die Tore entrostet und ihnen zusammen mit einer Stahlbaufirma aus Kirchenthumbach zu neuem Glanz verholfen. Befestigt sind sie an mächtigen Säulen aus Sandstein, die zuvor errichtet wurden.

Gründungsjahr und Turm


Im linken Teil des Tores bei der Turmgasse ist die Zahl 1187 eingearbeitet - das Gründungsjahr der Pfarrei St. Jakobus. Im rechten Flügel des Tores ist ein Turm zu sehen, der dem geschichtsträchtigen Ort den Namen gegeben hat. Die Idee dazu stammt ebenfalls von Willi Büttner.

Dass das Werk gelungen ist, ist vor allem auch Kirchenpfleger Franz Eller zu verdanken. Unzählige Verhandlungen und Besprechungen, unter anderem mit der Finanzkammer der Erzdiözese Bamberg, dem Vorstandsvorsitzenden der Dorferneuerung, Bernhardt Schonath vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, und der Gemeinde waren notwendig, um dem Areal als Kernstück des Dorfes ein würdiges Aussehen zu verschaffen.
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