Nadelwald muss schrumpfen
Neue Informationen für Rechtler zum neuen Forstwirtschaftsplan

Von links: Forstamtsrat Mathias Rupp, Forstoberrat Moritz Neumann und Bürgermeister Jürgen Kürzinger. Bild: lep
Vermischtes
Kirchenthumbach
26.01.2016
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"Rechtlerwald ist Gemeindewald." Und deshalb gelten dieselben gesetzlichen Vorgaben wie bei Körperschaftswald: "Das heißt, der Wald dient dem allgemeinen Wohl und ist vorbildlich zu bewirtschaften", erläuterte Forstoberrat Moritz Neumann. Der Abteilungsleiter bei der Staatlichen Forstverwaltung in Pressath brachte bei einer Informationsveranstaltung den Rechtlern den neuen Forstwirtschaftsplan näher.

Bürgermeister Jürgen Kürzinger hatte dazu die Rechtler aus Alt- und Neuzirkendorf, Thurndorf, Heinersreuth und Heinersberg in den Gasthof Thumbeck eingeladen. Neumann, Mitarbeiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, erläuterte dort anschaulich das neue Sachverständigengutachten, das eine Laufzeit bis Ende 2034 hat.

Der Forstwirtschaftsplan analysiert alle Baumarten auf der 78 Hektar großen Waldfläche, die sich auf das Gemeindegebiet verteilt. In seinen Ausführungen ging Neumann zunächst auf das Bestockungsziel ein. Der Holzvorrat pro laufendem Festmeter liege im Durchschnitt etwas höher, ebenso der Zuwachs. Der Forstwirtschaftsplan sehe vor, den Bestand an Nadelholz um 18 Prozent auf 60 Prozent zu reduzieren. In der Folge müsste der Laubholzbestand auf 40 Prozent erhöht werden. Es müsse das Ziel sein, die Holzvorräte zu erhöhen - bei einer Umtriebszeit von 115 Jahren.

Jede Rechtlergemeinde erhielt eine Kopie der Forstwirtschaftsplans. Dieser enthält Textteil, eine mit Luftbild hinterlegte Forstbetriebskarte und die Zielvorgaben. In der anschließenden Diskussionsrunde beantwortete Neumann Fragen nach der Vorgehensweise beim Auflösen von Rechtlerholz: Die Zuhörer wollten wissen, was passiert, wenn das Nutzungsrecht nicht in Anspruch genommen wird.

Multiplikatoren sein


Forstamtsrat Mathias Rupp wies die Rechtler nochmals auf die Unfallverhütungsvorschriften hin. "Die Zeiten sind vorbei, dass jeder rausgehen und schneiden kann. Jeder Arbeiter ist selbst verantwortlich, ein Motorsägenkurs Voraussetzung."

Zum Ende der Veranstaltung bat Forstoberrat Moritz Neumann die Zuhörer, Multiplikator dieser Informationen zu sein. "Erzählt es allen Rechtlern weiter, damit auch nach Plan bewirtschaftet wird." Für Fragen und Informationen stünden Forstamtsrat Mathias Rupp und er selbst jederzeit zur Verfügung.
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