Neuer Entwurf des Regionalplans „Windenergie“ vom Planungsverband Oberpfalz Nord sorgt für ...
Wirbel um Windkraft

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Kirchenthumbach
07.10.2016
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Ja oder nein zum neuen Regionalplan "Windenergie"? Die Mitglieder des Marktgemeinderats waren sich uneins. Grund genug, nochmals das Planungsbüro zu Rate zu ziehen.

(dfr) In der Oktober-Sitzung des Marktgemeinderats stand auch der Regionalplan "Windenergie" auf der Agenda. Der Planungsverband Oberpfalz Nord hatte eine Änderung des bestehenden Planes im Zuge der 10-H-Regelung an die Verwaltung geschickt, mit der Bitte, ihn zu überprüfen und bei Bedenken eine begründete Stellungnahme abzugeben.

Nachdem seit geraumer Zeit die 10-H-Regelung gesetzlich beschlossen ist, hat der Planungsverband einen neuen Plan entworfen, in dem mögliche Flächen für Windräder eingezeichnet sind. Zum einen sind dies Flächen in der Nähe der bestehenden Windräder bei Altzirkendorf Richtung Weißenbrunn, beim gemeindefreien Gebiet bei Thurndorf und eine kleine Fläche bei Sassenreuth. Dritter Bürgermeister Werner Trenz hatte Bedenken am neuen Plan geäußert. "Warum sollten wir diesen Plan jetzt so durchwinken, wenn wir in unserem eigenen Flächennutzungsplan keine Flächen für Windenergie ausgewiesen haben, und dieser noch nicht mal genehmigt ist?", fragte er. Ähnlich sah das auch Winfried Sporrer (CSU): "Wenn wir alles hinnehmen, was uns vorgegeben wird, dann machen die Behörden irgendwann, was sie wollen."

Dominik Brütting (SPD) sagte, "dass man keine Kritik an einem Plan äußern könne, wenn man im eigenen Flächennutzungsplan keine geeigneten Flächen ausgewiesen habe. Dass ein gewisses Restrisiko bestand, dass kleine, mögliche, geeignete Flächen ausgewiesen werden, wussten wir". Harald Oberst (BGT) und Jürgen Geyer (CWG) meinten: "Der Plan vom Planungsverband kommt uns entgegen, da er Schutz bietet, dass auch woanders Windräder entstehen könnten, beispielsweise kleinere Anlagen, die die 10-H-Regelung erfüllen." Bürgermeister Kürzinger sagte, "dass uns die Begründungen fehlen, den Plan nochmal anzuprangern". Das Gremium einigte sich schließlich darauf, nochmal das zuständige Planungsbüro NRT, das für die Erstellung des Flächennutzungsplans zuständig ist, für die November-Sitzung einzuladen, um das weitere Vorgehen zu diskutieren und zu beschließen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Tätigkeitsbericht der Jugendbeauftragten der Marktgemeinde, Tanja Perl. Sie berichtete, dass sich viele Vereine aktiv an der Jugendarbeit beteiligen. Als Beispiel nannte sie hier das Projekt "Verein macht Schule". Daran beteiligten sich unter anderem die Feuerwehr, die Fußballer des SCK, der Heimat- und Trachtenverein, das BRK und viele andere Vereine mit verschiedenen Programmen, um die Vielfalt der Vereinswelt kennenzulernen. "Wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen dafür begeistern können, sich ehrenamtlich einzubringen, dann ist dies ein unbezahlbares Engagement. Ich wünsche mir auch in Zukunft eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen", appellierte die Jugendbeauftragte.

Als weitere Tagesordnungspunkte standen die Wasserversorgung des Marktes sowie der Antrag des Handwerker- und Gewerbevereins auf der Agenda (Bericht folgt).
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