Obstschnittkurs beim Gartenbauverein
Gut abschneiden

Aufmerksam hörten die Teilnehmer den Ausführungen von Gärtnermeister Robert Herl (Vordergrund) zu. Bild: lep
Vermischtes
Kirchenthumbach
05.03.2016
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Zur Schulungsveranstaltung Obstbaumschnitt der Siedlergemeinschaft begrüßte Vorsitzender Markus Kleber 25 Teilnehmer und Gärtnermeister Robert Herl. Er ging zuerst auf die Düngung ein und gab Tipps zur Schädlingsbekämpfung.

Am Baum erklärte Herl dann die Praxis des Obstbaumschnitts. Nicht nur der Schnitt im Frühjahr sei wichtig, auch im Sommer sollten "Wasserschossen" entfernt werden. Grundsätzlich sollten jetzt die Bäume so ausgelichtet werden, dass Licht und Luft zwischen Äste und Blätter gelangt. So können Früchte in der Krone gesund und groß ausreifen. Dazu werden kreuzweise übereinander stehende Äste und Zweige, die in die Krone hineinwachsen, am Astansatz ausgeschnitten. Äste von jungen Bäumen kürzt man um ein Drittel, um Fruchttriebe zu fördern. Im Allgemeinen tragen waagerecht stehende Kurztriebe schneller Früchte. Herl betonte die Ein-Drittel-Faustregel: Ein Drittel ausschneiden, ein Drittel kürzen, ein Drittel nicht schneiden.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Erziehungsschnitt bei jungen Bäumen für einen guten Wuchs. Herl erklärte auch, dass vor jedem Schnitt eine Entscheidung nötig ist, wie der Baum wachsen soll: in die Höhe oder in die Breite. Das lasse sich durch den Schnitt regulieren. Zwischendurch beantwortete Herl immer wieder Fragen. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass das Gebiet "Obstbaumschnitt" so umfangreich ist, dass im Sommer ein weiterer Kurs nötig ist.
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