Schloss Tagmanns: Erhalten und Reparieren statt Generalsanieren
Millionen erforderlich

1321 wurde Schloss Tagmanns zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es war einst von Wassergräben umgeben und nur über eine Zugbrücke zu erreichen. Dieser Torbogen stammt aus der Zeit der Erbauung. Der zwölf Meter tiefe Brunnen dahinter liefert noch heute glasklares Wasser. Bild: ü
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Kirchenthumbach
01.09.2016
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Immer wieder werden Reparaturen vorgenommen, um Schloss Tagmanns vor dem Verfall zu retten. Die ehemalige Hofmark erhalten und reparieren statt generalsanieren: Darauf konzentrieren sich derzeit die Eigentümer Christine und Gerhard Seemann.

Zum Schloss (wir berichteten) gehören Scheune, Maschinenhallen und Stallungen sowie 4000 Quadratmeter Hoffläche. Um das Areal zieht sich eine Ringstraße.

Seemanns Vorgänger sind mit der denkmalgeschützten Immobilie nicht zimperlich umgegangen. Die alten Türen wurden allesamt ausgebaut und vermutlich verscherbelt. Teile des Fußbodens wurden aufgerissen - in der Hoffnung, etwas Antiquarisches oder Wertvolles zu finden. "Zum Kauf bewegt haben uns die relativ gut erhaltenen landwirtschaftlichen Gebäude zum Unterstellen von Maschinen", erklären die Seemanns.

Das geschichtsträchtige Gebäude kann allerdings zu einem Klotz am Bein werden: Eine Generalsanierung würde ein paar Millionen Euro kosten. Deshalb denkt die Familie derzeit nicht daran. Der Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege sei jedoch da. Wenn ein tragbares Nutzungskonzept vorhanden sei und die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen, könnte das umfangreiche Projekt gestartet werden.
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