Spende für "Wiederaufbau Bhaktapur"
Theater für Nepal

Thomas Frankenberger (von links), Manfred Renner, Gabi Strauß, Peter Böhme und Peter Eller (rechts) überreichten Martin Kohl eine Spende für den "Wiederaufbau Bhaktapur". Bild: ü
Vermischtes
Kirchenthumbach
05.10.2016
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Das Theaterstück "Der Gott des Gemetzels" stand im Sommer im Hinterhof des Nußsteinanwesens viermal auf dem Programm. Ensemble wie auch Zuschauer waren nicht nur vom Stück selbst angetan, sondern auch vom Ambiente des Spielortes. Wesentlich dazu beigetragen haben Margit und Martin Kohl sowie die Mitglieder des Kulturkreises. Der Vorstand der Theatergruppe überreichte Martin Kohl 500 Euro, zweckgebunden für die zerstörte Stadt Bhaktapur in Nepal. Kohl ist Vorsitzender des Vereins "Wiederaufbau Bhaktapur".

Laut Kohl ist Bhaktapur eine der drei Königstädte im Osten des Kathmandutals mit einer Altstadt mittelalterlichen Charakters mit großen und kleinen Tempeln im Pagodenstil. Die Stadt sei ein lebendes Museum und Weltkulturerbe.

Kohl ging auf die aktuellen Probleme ein und nannte zerstörte Infrastruktur, nicht funktionierende Kläranlagen, Wassermangel und schlechte Wasserqualität, zerstörte historische Gebäude und Wohnungen, Notbehausungen sowie wirtschaftliche Folgeschäden des Erdbebens - zumal auch die Touristen ausbleiben würden.

Reise im November


Beim Erdbeben in Nepal im April 2015 mit einer Stärke von 7,9 und das Nachbeben mit 7,3 im darauffolgenden Mai seien 9000 Menschen gestorben und unzählige schwerverletzt worden. 600 000 Häuser und 7000 Schulen wurden zerstört. Ganze Städte und Dörfer würden in Schutt und Asche liegen. Infrastruktur, Wasserleitungen und Kläranlagen seien beschädigt und zerstört. Im Altstadtbereich der historischen Weltkulturerbestadt Bhaktapur liegen 70 Prozent der Wohnhäuser in Trümmern. Ein Jahr nach dem Erdbeben hätten vier Millionen Nepalesen noch immer kein festes Dach über dem Kopf.

2015 habe der Verein fünf "Paul Wasserfilter" nach Nepal transportiert, heuer nochmal acht, die alle im Stadtgebiet von Bhaktapur aufgestellt worden seien. Vor allem in der Regenzeit würden viele Krankheitserreger in die Flüsse und Brunnen gelangen. Viele Menschen leiden dadurch an Typhus, Cholera, Darmerkrankungen und anderen Krankheiten. Kohl wird Anfang November erneut nach Nepal reisen und weitere Hilfsmaßnahmen anleiern. Unter anderem wird er weitere fünf "Paul Wasserfilter" im Wert von 6000 Euro übergeben.
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