Starke Zunahme von Schwarzwild und höhere Abschusszahlen
Milde Winter, viele Frischlinge

Alles paletti, meldete Christian Pschierer für die Jagdgenossenschaft. Den Jägern allerdings bereiten die höheren Abschusszahlen und die Vermehrung des Schwarzwilds Sorgen. Bild: lep
Vermischtes
Kirchenthumbach
01.03.2016
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Jagdvorsteher Christian Pschierer zeigte sich sehr dankbar. Denn in den drei Jagdbögen in Kirchenthumbach gehe es sehr harmonisch zu, betonte er in der Jagdversammlung. Beschwerden der Jagdgenossen gegenüber den Jagdpächtern seien Fehlanzeige.

In seinem Jahresrückblick im Gasthaus Dobmann erinnerte Pschierer an zwei Vorstandssitzungen, bei denen Schottereinbau und Grabenpflegearbeiten festgelegt worden seien. Sein Dank ging an die Gemeinde für den jährlichen Zuschuss und an die Landwirte, die sich wieder aktiv daran beteiligten. Des Weiteren wurden das digitale Jagdkataster überprüft und Korrekturen vorgenommen.

Für die Verwendung des Jagdpachtschillings hatte der Vorstand folgenden Vorschlag: Der Verein "Hilfe für Anja" erhält eine Spende von 500 Euro, zudem werden vier Euro pro Hektar an die Jagdgenossen ausbezahlt. Der Rest von 2,50 Euro pro Hektar ist für Wegebau und Grabenpflege vorgesehen. Einstimmig votierten die Jagdgenossen dafür. Dritter Bürgermeister Werner Trenz unterstrich für die Marktgemeinde die offene und unkomplizierte Zusammenarbeit. Beim Wegebau mit Hilfe des Jagdpachtschillings ziehe auch die Öffentlichkeit Nutzen daraus.

Jagdpächter Norbert Deitzer berichtete auch im Namen seiner Kollegen Anton Ackermann und Christian Kleindienst, dass die Abschusszahlen eingehalten worden seien. Ihre Erhöhung bereite allerdings "Kopfschmerzen". Ein immer größeres Problem für Jäger und Bauern sei das Schwarzwild. Dessen rasante Vermehrung sei zum Teil durch den Klimawandel bedingt: Mildere Winter begünstigten das Überleben zu vieler Frischlinge, zudem sei Nahrung vorhanden. "Daher sollte beziehungsweise muss man das Problem gemeinsam angehen." Er und seine Kollegen seien für Informationen dankbar. Jagdvorsteher Christian Pschierer dankte den Jägern für die Übernahme der Verpflegungskosten.
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