Verein zieht
Hilfe fließt nach Bhaktapur

Martin Kohl legte bemerkenswerte Zahlen vor. Der Hilfsverein sammelte in einem Jahr 60 000 Euro für Nepal, 50 000 Euro investierte er bereits in konkrete Hilfsprojekte Bilder: ü
Vermischtes
Kirchenthumbach
19.08.2016
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Der Verein "Wiederaufbau Bhaktapur" hat seit der Gründung vor einem Jahr knapp 60 000 Euro aufgebracht, fast 50 000 Euro flossen in Hilfsprojekte, der Rest liegt noch auf den Konten des Vereins. Diese Zahlen nannte Kassenverwalterin Franziska Prösl bei der Hauptversammlung. Über die Situation im nepalesischen Bhaktapur informierte Vorsitzender Martin Kohl.

Bhaktapur sei eine der drei Königsstädte im Osten des Kathmandutals. Die Stadt sei Welterbe. In den 1970er Jahren wurde der Ort auch mit deutscher Entwicklungshilfe restauriert. Kohl war selbst von 1974 bis 1979 Teil des Bhaktapur Development Projects. Nicht nur durch das Erdbeben habe sich die Lage verändert, aus 40 000 Einwohnern 1975 wurden 250 000. Zerstörte Infrastruktur, Wassermangel zerstörte Wohnungen, und ausbleibende Touristen seien die größten Probleme. Im Altstadtbereich seien 70 Prozent aller Wohnhäuser zerstört oder schwerbeschädigt.

Von 172 Tempelanlagen und Kulturdenkmälern der Unesco-Liste seien mehr als die Hälfte zerstört oder schwer beschädigt. Kohl freut sich, dass die von seinem Team in den siebziger Jahren restaurierten Kulturdenkmäler und Schulen noch stehen. Für die zerstörten Tempel laufe die Restaurierung langsam an.

Der Verein habe 2015 fünf Wasserfilter nach Nepal transportiert, 2016 kamen acht weitere hinzu. Sie leisten in Bhaktapur wertvolle Dienste. Vor allem während der aktuellen Regenzeit gelangen Krankheitserreger in die Flüsse und Brunnen, Typhus, Cholera, Darm- und andere Krankheiten drohen dadurch.

Um weitere Spenden zu sammeln regte Kohl die Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Kirchenthumbach an, dazu soll es Film- und Musikveranstaltungen geben. Filmemacher Robert Neuber soll demnächst mit nach Nepal reisen, um einen Film über Bhaktapur und die Vereinsaktivitäten zu drehen. Dem Verein fallen dafür keine Kosten an.

Martin Kohl schlug einen Beirat vor, der über die Projekte des Vereins entscheiden soll. Nach einer Diskussion einigte sich die Versammlung, dass das Gremium bei Beträgen ab 2000 Euro entschieden soll. Beiratsmitglieder sind: Martin Kohl, Fritz Fürk, Elisabeth Scherb-Mückl, Werner Brüchner und Peter Nürnberger.
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