„Wiederaufbau Bhaktapur“ hilft in von Erdbeben zerstörtem Gebiet
Reines Wasser für Nepal

Damit die armen Menschen in Nepal wieder sauberes Wasser trinken können, klemmen sich die Männer um Martin Kohl (hinten, Zweiter von links) dahinter: Sie arbeiten am "Paul"-Wasserrucksack, der Bakterien aus dem Wasser entfernt. Bild: ü
Vermischtes
Kirchenthumbach
13.08.2016
81
0

Der Wiederaufbau der von Erdbeben zerstörten Stadt Bhaktapur im Kathmandutal in Nepal hat begonnen. Doch bis alles wieder einigermaßen zum Laufen kommt, wird dieses Vorhaben noch Zeit und Geld verschlingen.

Neben der Wasserqualität ist vor allem der Wassermangel in der Stadt ein großes Problem. Die Armen schöpfen das Wasser aus 300 alten Brunnen, die vor dem Erdbeben geschlossen waren. Wer es sich leisten kann, kauft das Wasser von Tankwagen. Die fünf Wasserfilter, die der Verein "Wiederaufbau Bhaktapur" im September 2015 installiert hatte, mussten auf ein Reservetanksystem umgestellt werden.

Momentan sind einfache Wasserfilter nur an vorhandenen Quellen und Brunnen möglich. Da auch selten Strom vorhanden ist, ist das Pumpen aus Brunnen, Quellen oder Reservoiren nur beschränkt möglich. Die Installation von acht neuen "Paul"-Wasserfiltern hat Martin Kohl bei seinem Aufenthalt im Frühjahr dieses Jahres in die Wege geleitet.

Um die Funktion des "Paul"-Wasserrucksacks zu demonstrieren, hat der Vorsitzende des Vereins "Wiederaufbau Bhaktapur" im Hof des Nußsteinanwesens ein solches System installiert. "Paul" kann nach Kohls Worten mit Hilfe eines Membranfilters Bakterien aus dem Wasser entfernen. Nach zwei Stunden sei das Wasser trinkbar. Täglich könne eine Anlage ohne Strom und Chemie 1200 Liter verschmutztes und belastetes Trinkwasser reinigen. Diese Menge reiche aus, um 400 Kinder mit dem lebensnotwendigen Trinkwasser zu versorgen. Kohl entwickelt derzeit ein System, bei dem mit Solarstrom betriebene Pumpen Wasser nach oben fördern. Damit könne gewährleistet werden, dass "Paul" rund um die Uhr arbeiten kann.

2000 Euro - von der Produktion bis zur Lieferung - würde so eine Anlage kosten. 23 "Pauls" seien in Bhaktapur bereits installiert. Zehn weitere sollen folgen. Der in Kirchenthumbach gegründete Verein "Wiederaufbau Bhaktapur" beteiligt sich an den Kosten mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.