"Wir fordern die Umgehung sofort"
Interessengemeinschaft "pro Umgehung" gründet sich in Kirchenthumbach

Die Befürworter der Ortsumgehung gehen in die Offensive: Diese acht Frauen und Männer haben sich zur Interessengemeinschaft "pro Umgehung" zusammengeschlossen - und laden am 26. Januar abends zu einer Informationsveranstaltung ein. Bild: drf
Vermischtes
Kirchenthumbach
26.01.2016
315
0

Es war eines der meist diskutierten Themen in Kirchenthumbach im vergangenen Jahr - und wird das auch 2016 bleiben: Die geplante Ortsumgehung soll den Durchgangsverkehr aus Kirchenthumbach heraushalten und die Ortsmitte um bis zu 1500 Fahrzeuge täglich entlasten. Wie jetzt durchgesickert ist, gibt es jedoch drei Kläger gegen die Trasse. Und das ruft nun die Befürworter der Umgehung auf die Barrikaden.

Acht Frauen und Männer, die vom täglichen Durchgangsverkehr stark betroffen sind, machen mobil: "50 Jahre Planung sind genug, wir fordern die Umgehung sofort", poltern die Gründer der Interessensgemeinschaft "pro Umgehung". Für Dienstag, 26. Januar, um 19.30 Uhr laden Franz Kleber, Josef und Margit Steger, Josef und Martha Schreglmann, Helmut Gittler, Elisabeth Goß und Peter Nürnberger zu einer Informationsveranstaltung in den Gasthof Thumbeck ein.

Bis zu 4200 Fahrzeuge


Alle Acht sind direkte Anwohner der täglich stark frequentierten Auerbacher Straße, Eschenbacher Straße und Bayreuther Straße. Durch Letztere rollen täglich bis zu 4200 Fahrzeuge, wie eine Verkehrszählung im Jahr 2012 ergeben hat.

Dass das Thema "Ortsumgehung" noch für reichlich Ärger sorgen könnte, hat sich bereits in der Bürgerversammlung im November vergangenen Jahres angedeutet. Die von der geplanten Trasse direkt betroffenen Anwohner beziehungsweise Angrenzer aus der Lindenstraße machten damals ihrem Ärger Luft und äußerten ihre Bedenken: Die Umgehung würde nur circa 10 bis 15 Meter entfernt von den Häusern beziehungsweise Grundstücksgrenzen in den Hang gebaut werden.

Unverständlich ist für diese Anwohner, warum die von ihnen vorgeschlagene "Bürgervariante", die sich deutlich weiter von den Häusern entfernt befindet, von der Regierung der Oberpfalz abgelehnt wurde. Auch dass sich der Markt Kirchenthumbach ihrer Meinung nach nicht oder nur unzureichend mit dieser Alternativtrasse beschäftigt haben soll, stößt ihnen sauer auf.

Unterschriftenlisten


Wie erwartet, gibt es nun - namentlich nicht bekannte - Kläger gegen die vorgesehene Trasse. Das dürfte den Ausbau wohl um mehrere Monate, wenn nicht sogar um bis zu einem Jahr, verzögern. Welche Folgen dies haben könnte und was sonst noch für den raschen Bau der Ortsumgehung spricht, darüber wollen die Gründer der Interessengemeinschaft am Dienstagabend informieren.

Bei der Veranstaltung liegen auch Unterschriftenlisten mit stichhaltigen Argumenten auf, die an die verantwortlichen Behörden, die Regierung der Oberpfalz und das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach weitergeleitet werden. Dies soll die Forderung der Gruppe nach dem unverzüglichen Bau der Ortsumgehung und dem gleichzeitigen Ausbau der Staatsstraße von Pfaffenstetten bis zur Einfahrt Sassenreuth untermauern.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.