Bauern diskutieren mit Rupprecht
„Vollgas an die Wand“

Die Obmännern (von links) Christian Pschierer, Martin Weber, Michael Diertl und Hans Stopfer schilderten (von rechts) Josef Schreglmann, Albert Rupprecht und Winfried Sporer ihre Sorgen. Bild: dfr
Wirtschaft
Kirchenthumbach
29.03.2016
177
0

Neuzirkendorf. Die Bauernverbands-Obmänner aus Kirchenthumbach, Christian Pschierer, Neuzirkendorf, Martin Weber, Sassenreuth, Michael Diertl, Thurndorf, und Hans Stopfer nutzen einen Gesprächstermin mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht im Gasthaus Wagner, um ihre Sorgen vorzutragen. Organisiert hatte den Termin CSU-Vorsitzender Josef Schreglmann.

Sorgen macht die neue Düngeverordnung. Die Geräteumrüstung werde für viele Höfe das Aus bedeuten, warnte Pschierer. Die Verordnung verhindere das Gülleausbringen im Herbst. "Die Praxis ist nichts mehr wert. Wir machen nur mehr Dienst nach Vorschrift", sagte Weber. Auch die Fördergeldveteilung sorgt für Unmut. "Manche Betriebe existieren nur mehr auf dem Papier, um zu kassieren", sagte Pschierer. Das Russland-Embargo erhöht den Preisdruck bei der Milch. "Das Embargo muss so schnell wie möglich aufgehoben werden, sonst läuft es mit Vollgas gegen die Wand", mahnte Stopfer. Hier widersprach Rupprecht: "Das wäre fatal. Putin müssten die Grenzen aufgezeigt werden. Ihr Bauern müsst euch zusammentun, um Druck auf den Markt auszuüben. Nur so kann dieses Problem gelöst werden.

Zuletzt ging es um Nachtsichtgeräte für Jäger. Die Genehmigung würde den Jägern die Arbeit erleichtern und sie sicherer machen. "Oft fällt es dem Jäger in der Dunkelheit schwer, zwischen Mensch und Tier zu unterscheiden", so Pschierer. "Wir haben Probleme mit Wildsauen. Jäger müssen auch nachts schießen können", so Stopfer. Rupprecht versprach, sich für die Bauern einzusetzen. Unter anderem bot er an, Kontakt mit Landwirtschaftsminister Christian Schmidt aufzunehmen. "In der CSU-Landesgruppe ist die Berufsgruppe der Bauern gesetzt."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.