Raiffeisenbank Kirchenthumbach
Zukunftsstrategien

Die Hauptgeschäftsstelle in Kirchenthumbach wird neu gestaltet und zu einem Service- und Beratungscenter umgebaut. Bilder: ü (2)
Wirtschaft
Kirchenthumbach
22.03.2016
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Die Raiffeisenbank geht mit der Zeit. Unter dem Motto "Der Weg in die Zukunft" stellt sich das Institut auf die Bedürfnisse der Kunden ein, die immer mehr Online-Banking machen, und setzen verstärkt auf Beratung. Das bedeutet allerdings auch die Schließung für die Geschäftsstelle in Thurndorf.

Kirchenthumbach/Thurndorf. Die Raiffeisenbank hat neue Strategien entwickelt, die jetzt umgesetzt werden. Dazu zählen die Schließung der Zweigstelle in Thurndorf sowie der Umbau des Bankgebäudes in Kirchenthumbach. Die beiden Vorstände, Herbert Meier und Thomas Keck informierten bei einem Pressegespräch, viele Kunden würden bereits heute die neuen Medien zur Erledigung ihrer Bankgeschäfte nutzen.

So hätten Personalcomputer, das Smartphone und das Telefon die wiederkehrenden Leistungen in der Bank weitgehend abgelöst. Allerdings bestehe aktuell ein verstärkter Beratungsbedarf in den Bereichen Vermögen, Vorsorge, Immobilien und Absicherung.

Geschäftsmodell anpassen


Meier und Keck werden deshalb das Geschäftsmodell an die sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen und planen eine Neugestaltung der Hauptgeschäftsstelle in Kirchenthumbach zu einem Service-und Beratungscenter. Durch eine gleichzeitige energetische Sanierung wird auch das aus dem Jahre 1998 stammende Gebäude am Marktplatz auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die beiden Vorstände gehen davon aus, dass die Vorhaben noch 2016 realisiert werden können.

Im Zuge weiterer Überlegungen haben Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen, die Zweigestelle in Thurndorf zum 31. Mai 2016 zu schließen. Dieser Schritt sei nach Aussage der Vorstände nicht leicht gefallen, zumal schon seit Jahrzehnten eine gute Beziehung zu den Kunden in Thurndorf bestehe. Meier und Keck stellten heraus: "Betriebswirtschaftliche Gründe, größtenteils verursacht durch die lange Niedrigzinsphase zwingen uns zu dieser Maßnahme." Nunmehr werde der Schwerpunkt der strategischen Ausrichtung die Sicherung des Standortes in Kirchenthumbach sein.

Die Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach werde sicherstellen, dass die Kunden aus Thurndorf weiterhin durch die bisherige Beraterin Waltraud Popp optimal betreut werden. Diese stehe künftig auch für persönliche Gespräche bei den Kunden zu Hause zur Verfügung. Von der Schließung der Filiale sei auch Bürgermeister Jürgen Kürzinger informiert worden, der für diesen Schritt Verständnis gezeigt habe.

Kein Abriss


Das Bankgebäude im Thurndorfer Baugebiet Ziegelranken ist 1975 fertiggestellt und in Betrieb genommen worden. Vorher am 10. Mai 1970 sei die Fusion mit der Raiffeisenbank Thurndorf und der Raiffeisenbank Kirchenthumbach vollzogen worden. Wie das Gebäude nach der Schließung genutzt werden soll, ist noch offen. Optionen sind ein Verkauf oder der Umbau zu einer Wohnung. Ein Abriss scheidet aus. Bereits vor sieben Jahren wurde in Thurndorf die Zweigstelle der Vereinigten Sparkassen geschlossen. Die Räume waren angemietet. Jetzt befindet sich darin das Pfarrbüro der Pfarrei Sankt Jakobus.
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