Köferinger Jagdgenossenschaft zieht Bilanz
Rehabschuss mit Schwierigkeiten

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Köfering
20.04.2017
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Drohne für die JagdEin weiteres Thema bei der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft war die Waldbegehung. Die Mehrheit der Teilnehmer plädiert für eine Weiterführung. Jagdvorstand Helmut Graf mahnte allerdings, dass mehr Mitglieder teilnehmen sollten. Der Termin ist stets der erste Sonntag nach Allerheiligen.

Ein anderer Antrag befasste sich mit einem möglichen Austritt aus dem Bayerischen Bauernverband (BBV). Bürgermeister Roland Strehl sowie zwei Jagdgenossen gaben jedoch zu bedenken, dass bei einem Austritt aus dem BBV die Interessen der Landwirtschaft keine Lobby mehr hätten. Neun Stimmen waren letztlich gegen einen Austritt, sechs dafür, vier enthielten sich.

Graf stellte den Antrag, dass im nächsten Jahr von den Jagdgenossen der Einsatz von Drohnen für jagdliche Zwecke genehmigt werden solle. Die Erlaubnis sollte im jeweiligen Pachtvertrag festgeschrieben werden. Die Anbringung einer Hundekotbox am Wiesentalweg wurde als nicht sinnvoll eingestuft. (e)

Haselmühl. Die Köferinger Jagdgenossenschaft hat jüngst in Haselmühl ihre Jahresversammlung veranstaltet. Im Fokus stand eine Abschussbilanz der Jäger und das Verfahren der Wildschadenmeldung..

Jagdpächter Ingo Gammel erklärte den Anwesenden, dass im abgelaufenen Jahr keine Wildsau erlegt wurde und der Rehabschuss nicht erfüllt werden konnte. Ein Grund ist, weil von den Nachbarjägern "sehr scharf gejagt" wurde, sagte Gammel. Jedoch seien 16 Füchse und ein Dachs sowie drei Rabenkrähen zur Strecke gebracht worden. Gammel erklärte auch, dass durch Wildreflektoren mehr Unfallschäden vermieden werden konnten. Dennoch seien fünf Rehe und eine Sau auf der Straße zu Tode gekommen.

Beitrag zum Tierschutz


Helmut Graf ging auf die Besichtigung des Biotopprojektes Lappersdorf im November ein und erinnerte an die Revierbegehung Lengenfeld und Köfering mit Balduin Schönberger im Januar. Graf schlug auch die Montage einer Kotbox für Hunde am Wiesentalweg vor. Markus Mahal sprach anschließend für den Jagdbogen Lengenfeld. Dort seien bisher fünf Wildschweine erlegt worden, eine sei Fallwild sowie sieben Füchse. Beim Rehwild sei der vorgeschriebene Abschuss erfüllt worden. Allerdings mit Schwierigkeiten, wie Mahal erklärte. Besonders sei, dass in diesem Jagdjahr im Jagdbogen Lengenfeld kein einziges Stück Rehwild dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen ist. Er führt das auf die angebrachten Wildwarnreflektoren zurück. "Das ist ein erwähnenswerter Beitrag zum angewandten Tierschutz", sagte Mahal.

Bei der jährlichen Treibjagd sind vier Hasen, zwei Fasangockel, drei Eichelhäher und ein Fuchs erlegt worden, resümierte Mahal. "Der Entenbesatz ist gut, deshalb kann er guten Gewissens bejagt werden" sagte Mahal. Eine revierübergreifende Drückjagd habe in diesem Jagdjahr nicht stattgefunden, so Mahal.

Er bedankte sich auch bei den Reviernachbarn wie Ingo Gammel und Max Wolf für das "gute nachbarschaftliche Verhältnis" sowie beim gemeindlichen Bauhof. Nachdem die Kasse der Jagdgenossenschaft Köfering in Ordnung ist, gab es für die Mitglieder keinen Grund, die Entlastung zu versagen.

Auch personell wurden Neuigkeiten verkündet: Die Mitjäger Bernd Deuerlein und Markus Berendes sind mittlerweile ausgeschieden, dafür gibt es mit Jürgen Ederer, Rainer Gast und Ken Reed drei neue Jäger.

Wildschäden melden


Jagdvorstand Helmut Graf nutzte die Gelegenheit, den Verfahrensablauf bei Wildschäden zu erläutern. Falls ersatzpflichtige Schäden auftreten, müsse der Geschädigte zuerst mit dem Jagdvorstand Kontakt aufnehmen, um den Schaden schätzen zu lassen. Falls keine einvernehmliche Lösung zustande komme, könne die Gemeinde und ein amtlicher Schätzer eingeschaltet werden. Der Wildschaden wird erst im April des folgenden Jagdjahres vom Kassier ausbezahlt. Graf setzt auf eine gemeinsames Miteinander von Jagdgenossen und Jägern.
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