Königsteiner Feuerwehr meldet Bedarf an neuer Einsatzkleidung an
Einkaufsliste gebilligt

Politik
Königstein
27.09.2016
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Waschen setzt Textilien im Lauf der Zeit zu. Das gilt nicht nur für T-Shirts, sondern auch für viel robustere Kleidungsstücke. Zum Beispiel für die Sachen, die Feuerwehrleute im Einsatz schützen sollen.

Mehrere Angebote unterschiedlicher Anbieter hatte die Feuerwehr Königstein für die Erneuerung ihrer Schutzausrüstung eingeholt. In seiner Sitzung gewährte der Marktrat den Kommandanten Wolfgang Platzer und Marco Specht die Möglichkeit, die Unterschiede zu erläutern. Sie unterbreiteten ihre Vorschläge getrennt für Atemschutz, Löscheinsätze und technische Hilfeleistungen (THL).

Erforderlich sei die Erneuerung besonders für die Kleidung der Atemschutzträger. Nach vielen Waschvorgängen sei sie nicht mehr ausreichend wasserabweisend. Zudem ließen Nähte nach. Deshalb sei der notwendige Schutz im Einsatz nicht mehr gewährleistet.

Auf drei Jahre verteilt


Insgesamt werden 48 Überjacken, 30 Überhosen, 18 normale Hosen, 48 Paar Handschuhe für technische Hilfeleistungen und 30 Paar Handschuhe im Atemschutz benötigt. Die Kosten sollen auf drei Haushaltsjahre aufgeteilt werden.

Für heuer notierte die Feuerwehr auf ihrer Wunschliste 20 Überjacken und 20 Überhosen, die zusammen 11 850 Euro kosten. Für 2017 meldet sie Bedarf an 18 Überjacken und 30 Paar Handschuhen im Gegenwert von 10 078 Euro. Die restliche Bestellung 2018 soll dann Ausrüstung für 8711 Euro umfassen.

Unter dem Strich ergibt das Gesamtausgaben von 30639 Euro. Der Marktrat zeigte sich von den Erläuterungen der Königsteiner Feuerwehrführung überzeugt und genehmigte die Beschaffung der Schutzkleidung.

Abgelehnt wurde der Antrag der Freien Wählergemeinschaft (FWG) auf einen Doppelspiegel in Kürmreuth an der Hannesreuther Straße, Abzweigung Unterer Eichbühl. Zwar herrsche dort tatsächlich nur eine eingeschränkte Sicht, aber die Gefahrenstelle liege in einer Tempo 30-Zone. Wer sich daran halte, komme ohne Spiegel aus, meinte die Mehrheit.

Keine Spielstraße


Ein weiterer Vorstoß der Freien Wähler, die Hannesreuther Straße als Spielstraße zu beschildern, stieß bei der unteren Verkehrsbehörde auf Widerspruch. Dies sei bei einer Durchgangsstraße, auf der Busse des öffentlichen Nahverkehrs fahren, nicht möglich. Die Spielstraße hieße ein Verbot für Fahrzeuge aller Art. Das wollte dann auch die FWG nicht.

Die 22. Änderung des Regionalplans Oberpfalz-Nord enthält einige neue Gebiete für die Windenenergie. Den Markt Königstein betreffen sie nicht. Deshalb winkte der Rat die Vorlage durch. Ähnliches galt für die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms. Königsteiner Belange berührt sie nicht, und so erhoben sich keine Einwände dagegen.

Abgelehnt wurde der Antrag eines neuen Grundbesitzers in Pruihausen, eine Straßenlampe wieder aufzustellen. Der vorherige Eigentümer hatte darauf gedrängt, sie abzubauen. Die Markträte sahen keine Verpflichtung der Gemeinde. Die Kosten für mehr Licht müsse der Antragsteller tragen.

Abweichend vom Bebauungsplan, möchte ein Bauherr sein Haus nicht mit roten, sondern mit grauen Dachziegeln decken lassen. Der Marktrat wollte das einerseits nicht kommentarlos hinnehmen, andererseits aber auch dem Bauherrn keine großen außerplanmäßigen Kosten zumuten. Die farbliche Abweichung wird mit der Auflage einer Spende an die Feuerwehr geduldet.

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