Marktrat Königstein
Einmalige Chance auf viel Geld

Auch für das ehemaligen Schreinerhaus in der Sulzbacher Straße 2 sollen bald Fördergelder sprudeln. Bild: wku
Politik
Königstein
25.10.2016
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In vollem Umfang möchte man in Königstein Förderungen ausschöpfen und kommunale Projekte verwirklichen. In der Sitzung des Marktgemeinderates standen deshalb die Planungen des Büros Em.Architekten GmbH für das Anwesen Sulzbacher Straße 2 und die Sanierung der Stadlreihe oben an.

Nach einigen privaten Bauangelegenheiten hatte auch schon Urban Meiller das Wort und erläuterte die Planungen für Umbau und Sanierung des Gebäudes in der Sulzbacher Straße 2, in dem früher auch mal ein Getränkeabholmarkt war. Das Haus befindet sich in einem altersbedingt sanierungsbedürftigen Zustand. Durch den Umbau sollen in den beiden Geschossen insgesamt vier Zwei- oder Dreizimmer-Wohnungen für Kleinfamilien entstehen. Dies sind im Parterre zwei kleine Wohneinheiten und neben dem Treppenhaus zwei größere im Obergeschoss. Das Dach wird mit einer Einschubtreppe erschlossen, erklärte Meiller.

Vorgesehen ist eine einfache Ausstattung in einem ordentlichen, mittelmäßigen und nachhaltigen Standard, erklärte der Architekt. "Dies bedeutet eine marktgerechte Sanierung der vier Wohnungen hinsichtlich Brandschutz, Wärmedämmung und vier Stellplätzen mit der Erfüllung aller Normen. Die Kosten hierfür betragen 625 000 Euro."

Das Projekt soll über das kommunale Investitions-Programm (KIP) finanziert werden. Dieses sieht bei 1870 Euro pro Quadratmeter eine Förderung von 90 Prozent für die entstehenden Wohnflächen vor. Seitens der Gemeinde können die verbleibenden Kosten aus den Rücklagen gedeckt werden.

Bürgermeister Hans Koch und Architekt Meiller wiesen mehrfach nachdrücklich darauf hin, dass der Gemeinde bei dieser hohen Förderung eine einmalige Chance geboten wird, über die Verwirklichung derartiger Planungen zu entscheiden. "Die großartigen gemeindlichen Gestaltungsmöglichkeiten des Projekts ergeben zudem auch ein kostengünstiges Wohnangebot für sozialschwache Familien und Flüchtlinge", betonten beide. So beschloss man die Planungen zur Förderung einzureichen.

Die Umsetzung der Maßnahme mit Mitteln aus den kommunalen Rücklagen stellt für die Gemeinde keine wirtschaftliche Belastung dar, hieß es weiter. Der Eingang der Förderbescheide wird bis zum Ende des ersten Quartals 2017 erwartet.

Bei der Beratung über die Alternativen merkte Marktrat Klaus Hafner an, dass die Variante mit dem Wintergarten zwar ästhetischer sei, dass aber Plan I eine bodenständige und pragmatische Lösung sei. Dem wurde auch von mehreren Seiten zugestimmt mit Argumenten wie: "Wir müssen doch kein Kongresszentrum bauen." oder "Ein durch Wintergarten größerer Gesamtraum benötigt auch mehr Reinigungspersonal." Nicht ganz einfach war deshalb die Formulierung des Beschlussvorschlags durch den Bürgermeister. Geeinigt wurde sich schließlich darauf, beim Einreichen von Plan I zur eventuellen Bezuschussung durch die 90-prozentige KIP-Förderung die Chancen für eine Förderung von Plan II zu erfragen. Auch hier gab es keine Gegenstimmen.
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