Neujahrsempfang bei Freien Wählern in Königstein
Nicht blauäugig sein

Die Redner des Neujahrsempfangs in Königstein (von links): FW-Kreisvorsitzender Amberg-Sulzbach Albert Geitner, Bürgermeister Hans Koch, FW- Vorsitzende Doris Lehnerer, stellvertretender FW-Bezirksvorsitzender Günther Frieser und JFW-Bezirksvorsitzender Matthias Penkala. Bild: hfz
Politik
Königstein
20.01.2016
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Verständnis für die Bus-Aktion des Landshuter Landrats Peter Dreier gab es beim Neujahrsempfang der Freien Wähler (FW) in Königstein. Der Mann sei mit seinen Flüchtlingen alleine gelassen worden und habe sich zum Handeln gezwungen gesehen.

Vorsitzende Doris Lehnerer begrüßte im Steinstadel am Rathaus die Vereinsvertreter und freute sich, Bürgermeister Hans Koch, Jugendbürgermeister Michael Pirner, stellvertretenden FW-Bezirksvorsitzenden Günther Frieser, die stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Freien Wähler (JFW), Julia Haubner, JFW-Bezirksvorsitzenden Matthias Penkala und FW-Kreisvorsitzenden Albert Geitner willkommen zu heißen. Ebenso positiv bewertete sie, dass der komplette Vorstand der neu gegründeten JFW Amberg-Sulzbach den Weg nach Königstein gefunden hatte.

Breiter Themenkomplex


Die Vorsitzende blickte auf das Jahr zurück. Sie sprach dabei den Mindestlohn ebenso an wie das 30-jährige Jubiläum und das 10. Backofenfest der FW Königstein. Sie kommentierte die Anschläge auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo, den Ukraine-Konflikt und das Sturmtief Niklas. Ferner erinnerte sie an den Besuch Hubert Aiwangers im Bauerntheater in Königstein, den G 7-Gipfel in Elmau, den Skandal um Bayern-Ei und den Absturz eines US-Kampfjets bei Engelmannsreuth. Besonderen Dank richtete sie an alle Vereinen für ihr Engagement und die gute Jugendarbeit.

Bürgermeister Hans Koch (CSU), freute sich über die Einladung und erklärte, es sei ihm schon immer ein wichtiges Anliegen gewesen sei, die Vereine der Marktgemeinde zu unterstützen. Er honorierte diese als wichtigen Bestandteil und "unersetzlich für die Kommune".

Über Frage gewundert


Im Vorfeld habe er sich ob der Frage von lokalen Journalisten gewundert, weshalb er bei den Freien Wählern spreche. In seinen Grußworten ging Koch auf die Themen Ortskern und Städtebau, das neue Baugebiet, die Umgehungsstraße, den demografischen Wandel sowie die Flüchtlingsthematik ein. Schließlich überbrachte er Neujahrswünsche in der Hoffnung, gute Vorsätze tatkräftig umsetzen zu können.

Günther Frieser lobte die Busfahrt des FW-Landrats aus Landshut, Peter Dreier, der auf die Problematik in der Flüchtlingspolitik hinweisen wollte, ebenso wie auf die Probleme bei der Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Man dürfe auch in dieser Situation nicht blauäugig sein und müsse sich verinnerlichen, dass sich die FW- Umfragewerte halbiert und die der AfD verdoppelt haben.

Kreisvorsitzender Albert Geitner hob hervor, dass durch die gemeinsame Arbeit im Kreistag und den Einsatz in den Kommunen durch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben der prognostizierte Bevölkerungsschwund im Landkreis in den vergangenen zwei Jahren nicht so eingetreten sei, wie prognostiziert.

Hilferuf abgesandt


"Flüchtlingen aus Kriegsgebieten, die zu uns fliehen, muss geholfen werden. Aber die Menschen müssen sich an unsere Werte anpassen und diese respektieren", betonte der Sprecher. Er zeigte volles Verständnis für den Landshuter Landrat, der mit seiner Aktion einfach einen Hilferuf abgesandt habe. Als solcher sei diese zu verstehen, weil er nicht mehr wisse, wohin mit den ihm zugewiesenen Flüchtlingen. Er werde mit diesem Problem einfach alleine gelassen. Hier mache es keinen Sinn, wenn Medien oder politische Kontrahenten die Aktion ausschlachten als Populismus.

JFW-Bezirksvorsitzende Matthias Penkala sagte, dass die Flüchtlingskrise nur auf europäischer Ebene gelöst werden könne. Er dankte vor allem den Ehrenamtlichen, ohne die die Bewältigung der zahlreichen Aufgaben in der Flüchtlingshilfe nicht möglich wäre.

Anschließend eröffnete Vorsitzende Lehnerer das regional gehaltene Büfett und somit den gemütlichen Teil des Abends.
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