Tell-Schützen wollen ganz konsequent handeln
„Also reißen wir es weg!“

Das Tell-Schützenheim (links), das an das ehemalige Gasthaus (jetzt Pizzeria) angebaut wurde. Bild: wku
Sport
Königstein
13.04.2016
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Vor 34 Jahren baute die Schützengesellschaft Tell ihr neues Schützenheim an das Gasthaus Kliegel an. Nach einem Besitzerwechsel des Hauses wurde ihr nun zum 31. März gekündigt. Deshalb räumen die Schützen momentan ihr Heim aus. Eigentlich aber gehört ihnen das Gebäude, das sie 1982 mit viel Eigenleistung erbaut hatten.

Schützenmeister Christian Kopp holte sich im Namen des Vereins rechtlichen Beistand und klärte die Mitglieder über die Situation auf: Laut Gesetz kann der Verein bei Beendigung des Mietverhältnisses von seinem Recht zur Wegnahme der Einrichtung Gebrauch machen. "Im Klartext heißt das, dass wir das Gebäude wegnehmen, also abreißen können!", erklärte Kopp.

Einige Diskussion


Dazu wäre es nötig, dass die Mitglieder den Vorstand ermächtigen, die Verträge zur fachgerechten Beseitigung und Entsorgung des Schützenheimes abzuschließen. Nach einiger Diskussion stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit diesem Beschluss zu. "Also reißen wir es weg!", stellte der Schützenmeister fest.

Sollte der neue Eigentümer des ehemaligen Gasthauses Einspruch einlegen, befugten die Mitglieder den Vorstand, sich mit dem Eigentümer über die Zahlung einer angemessenen Entschädigung zu vereinbaren. Sollte eine Vereinbarung nicht zustandekommen, so darf der Vorstand den Anspruch des Vereins auf Zahlung einer angemessenen Entschädigung gerichtlich geltend machen.

So weit, so gut - Vorsitzender Kopp hatte auch schon einen Vorschlag parat, wie der Verein die Übergangszeit gestalten wird, bis ein neues Vereinsheim gebaut werden kann: In der ehemaligen Grundschule in Eschenfelden könnten zwei ehemalige Klassenzimmer angemietet werden, in denen die Schießanlage eingebaut werden könne.

Zwei Jahre


Hier würde dann auch das restliche Vereinsinventar gelagert. "Wir müssen mit einer Übergangszeit von mindestens zwei Jahren rechnen", erklärte der Schützenmeister. Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig, dass der Verein seine Aktivitäten nach Eschenfelden verlegt. Sie ermächtigte den Vorstand, die Räumlichkeiten in der ehemaligen Schule anzumieten.

Dankbar nahm Christian Kopp das Angebot von Mitglied Werner Schröck an, einen Teil der Einrichtung des Schützenheimes einstweilen bei ihm lagern zu dürfen.
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