Bei der 50-Jahr-Feier der Wasserwacht in Königstein gibt Gerd Geismann einige Anekdoten zum ...
Ruhestörer kehrt als Schirmherr zurück

Drei der sieben noch lebenden Gründungsmitglieder waren zum Kommersabend gekommen. Von links BRK-Kreisvorsitzender Gerd Geismann, Walter Neuberger, Gerd Lödel, Daniel Weidner, Vorsitzende Tanja Knahn, Landrat Richard Reisinger, Karl Stöhr, Bürgermeister Hans Koch und Andreas Brunner. Bild: wku
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Königstein
25.06.2016
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Mit dem Königsteiner Freibad verbindet Gerd Geismann die Erinnerung an einige Anekdoten. Für eine Ministerin ließ er Blumen ins Wasser stellen, allerdings auf eine etwas unkonventionelle Weise. Ein andernmal musste er selbst dort auf die Schnelle untertauchen.

Von der "Wasserrose im Bäderkranz der Region" schwärmt Gerd Geismann, wenn er an das Königsteiner Naturbad denkt. Beim Kommersabend zur 50-Jahr-Feier der Wasserwacht in Königstein war der BRK-Kreisvorsitzende und Sulzbach-Rosenberger Altbürgermeister einer der Schirmherren.

Durch Verwandte in Fichtenhof kam Geismann schon in frühester Kindheit nach Königstein. Dort badete er im Weiher, der erst zum Löschteich und später zum Freibad umgebaut wurde. Aus seinem reichen Erfahrungsschatz kramte er einige Anekdoten hervor.

Verblüffte Bundesministerin


So erinnerte er sich an einen Besuch der damaligen Bundesgesundheitsministerin Käte Strobel im Jahr 1969 am "Tag der Wasserwacht". Als sie ins Schwimmbecken stand, kam plötzlich ein Blumenstrauß aus dem Wasser. Ein Taucher hatte am Beckengrund auf ein vereinbartes Klopfzeichen gewartet und brachte das Begrüßungsgeschenk nach oben, was die Ministerin sichtlich verblüffte.

Außerdem erzählte Geismann vom "Mitternachtsblues", den er auf der Trompete spielte. Als der benachbarte Dr. Högenauer kam, um sich über die Ruhestörung zur Geisterstunde zu beschweren, versteckte sich der Bläser schnell im Wasser. Aus diesen Zeiten besaß er noch ein originales Plakat vom "Tag der Wasserwacht" 1977. Er überreichte es der Vorsitzenden Tanja Knahn.

"Der Dienst der Wasserwacht ist ein Dienst am Nächsten und dient dem Leben", schloss Geismann und machte Platz für Landrat Richard Reisinger. Der bekannte sich als regelmäßiger, begeisterter Waldbadschwimmer. Er erklärte, wie wichtig Bäder seien, in denen Kinder und Jugendliche das Schwimmen lernen.

Auch im Naturschutz aktiv


Bürgermeister Hans Koch war früher selber aktiver Wasserwachtler und Rettungsschwimmer. Er dankte den Wasserwachtlern für ihren ehrenamtlichen, zeitaufwendigen und verantwortungsvollen Dienst. Doch nicht nur den Aufsichtsdienst im Bad, sondern auch den Naturschutz hat die Wasserwacht übernommen. Er überreichte der Vorsitzenden Tanja Knahn einen Scheck.

Stellvertretender Vorsitzender Walter Neuberger gab einen historischen Rückblick und untermalte ihn mit Bildern. Zusammen mit der Vorsitzenden Knahn ehrte er die Gründungsmitglieder. Zwölf waren es einst; davon leben noch sieben. Von ihnen waren Karl Stöhr, Andreas Brunner und Gerd Lödel gekommen. Geschenke erhielten auch die ehemaligen Vorsitzenden Hildegard Kohl und Angela Scheibeck.

Momentan zählt die Wasserwacht 150 Mitglieder, von denen 25 bis 30 aktiven Dienst tun. Der Verein erfreut sich einer wachsenden Jugendgruppe mit 13 Jugendlichen. Jährlich werden 500 bis 800 Wachstunden im Naturbad geleistet. Der Neubau eines Grillwagens war das Projekt des vergangenen Jahres, bemerkte Neuberger. Für kommendes Jahr hat sich die Ortsgruppe die Renovierung der Wasserwachtshütte vorgenommen.

Heute Sonnwendfeuer


Grußworte sprachen Hildegard Bär vom Trachtenverein, Erich Richthammer, der neue Vorsitzende des Gartenbauvereins, und Wolfgang Prasse, Chorleiter des Kürmreuther Männergesangsvereins. Dieser spielte viele Jahre als Thorsteinmusikant bei der Johannisfeier am Bergl, die die Wasserwacht alljährlich organisiert. Dieses Jahr verlegt sie das Feuer wegen des Jubiläums auf das Gelände des Naturbads, wo es heute Abend brennen wird.
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