Ehrungen beim Soldaten- und Kameradschaftsverein
Bei den Sammlern ganz vorne

Im Bild (von links) Kaspar Becher, Bürgermeister Hans Koch, Leonhard Grembler, Kaspar Specht, Georg Pirner, Horst Pirner, Horst Embacher und Stefan Vogl. Bild: wku
Vermischtes
Königstein
12.01.2016
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Zur großen Überraschung aller Vereinsmitglieder war bei der Hauptversammlung des Soldaten- und Kameradschaftsvereins zum ersten Mal Kaspar Becher, der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, zu Gast. Er hörte eine gute Bilanz.

Seit fast 100 Jahren gibt es die Kriegsgräberfürsorge, die nach dem Ersten Weltkrieg als Bürgerinitiative gegründet wurde, um die Eltern der Gefallenen zu verständigen.

Es gab zwei Millionen deutsche Kriegstote im Ersten und 10,5 Millionen deutsche Kriegstote im Zweiten Weltkrieg. "Es fehlen immer noch 1,3 Millionen Tote, die verschwunden sind und noch nicht identifiziert wurden. Auch Königsteiner Soldaten sind davon betroffen, denn Fritz Ertl rief spontan: "Da ist auch mein Vater dabei!"

Bei der Angehörigenbetreuung werden jedes Jahr über 100 Gruppenreisen zu den Kriegsgräberstätten zwischen Frankreich und Russland organisiert. In der Oberpfalz wurden dieses Jahr rund 300 000 Euro für Kriegsgräber gesammelt, was somit das höchste Ergebnis in ganz Deutschland darstellt.

Kaspar Becher dankte den Königsteinern für die Spenden bei der Straßen- und Haussammlung sowie allen Beteiligten. Im vergangenem Jahr kamen in der Marktgemeinde Königstein 1571 Euro zusammen. Das ist das beste Ergebnis im Landkreis-Amberg Sulzbach von der Einwohnerzahl her gesehen. Vorsitzender Horst Pirner bedauerte, dass für Kürmreuth leider immer noch kein Sammler gefunden wurde.

Die Verdienstspange in Gold erhielt Georg Pirner aus Gaißach. Er ist für den Volksbund seit 20 Jahren ehrenamtlich tätig und hat bis jetzt 6476 Euro gesammelt. "Es ist selten, dass auch eine Frau geehrt wird." , so Becher, da nur ganz wenige Frauen für Kriegsgräber sammeln. Er ehrte Käthe Pirner ebenfalls mit der Verdienstspange in Gold für 20 Jahre. Hermann Specht und Leonhard Grembler erhielten die silberne Verdienstspange für zehnjährige Sammlertätigkeit.

Zum Schluss konnte doch noch ein Sammler für Kürmreuth gefunden werden: Erwin Graf erklärte sich dazu bereit.
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