Gedenkfeier am Königsteiner Marktplatz
Grauen der Kriege nicht vergessen

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Königstein
16.11.2016
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Ausnahmsweise schien heuer am Volkstrauertag die Sonne, als die Gedenkfeier am Königsteiner Marktplatz unter der Regie des Soldaten- und Kameradschaftsvereins stattfand.

Schlacht von Verdun


Bürgermeister Hans Koch erinnerte an die Schlacht von Verdun im Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren. "Diese steht heute symbolhaft für die Sinnlosigkeit eines Krieges", erklärte er. Über 300 000 Deutsche und Franzosen starben hierbei im Feuer der Artillerie, durch Gasangriffe oder im erbitterten Nahkampf. Diese Schlacht war ein Vorbote des modernen Vernichtungskrieges, so Koch.

Doch der Kampf war völlig sinnlos: Trotz all dieser Opfer verlief nach 300 Tagen und Nächten die Frontlinie am 19. Dezember 1916 kaum anders als zu Beginn der Schlacht im Februar des selben Jahres. "Ein Jahrhundert ist seitdem vergangen", so Hans Koch. Veteranen, die Verdun, Tannenberg oder andere Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs überlebten, gibt es nicht mehr. Auch alle jene, die von den Schrecken des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren berichten können, werden ebenfalls immer weniger. "Trotzdem ist in vielen Ländern unserer Erde auch heutzutage Krieg und Gewalt der bittere Alltag von Menschen. Das wird uns nicht zuletzt durch die Flüchtlinge bewusst, die verzweifelt aus den Kriegsgebieten in ihrer Heimat nach Europa fliehen", betonte der Bürgermeister.

Zeichen der Hoffnung


Koch wünschte sich, dass unser Leben im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Völkern stehen sollte. Auch seien die Menschen verantwortlich für den Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt. Der katholische Kirchenchor unter Leitung von Richard Pesold umrahmte die Gedenkfeier.
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