Kinder forschen nach, was in Königstein gefällt und was nicht
Spielplatz-Schild weist ins Leere

An einem Modell zeigten die Kinder, wie sie sich ihren Traumspielplatz vorstellen. Bild: wku
Vermischtes
Königstein
21.07.2016
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Mit spitzem Stift und Notizblock zogen sie los. Was ihnen in Königstein gefiel oder auch nicht, das schrieben sie auf. Ihre Liste gingen die Kinder dann mit Bürgermeister Hans Koch Punkt für Punkt durch.

"Forschungswerkstatt Heimat" hieß das Projekt, das Anita Kinscher von der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises mit den Viertklässlern der Grundschule Königstein startete. Die Kinder zogen zwei Tage mit ihren Klassleiterinnen Sieglinde Gründer-Kubitza und Julia Jakuttis los, um schöne und weniger schöne Orte in Königstein zu entdecken. Außerdem betätigten sie sich als Spielplatztester, Verkehrsbeobachter und Interviewer.

Naturbad hat viele Fans


Die Ergebnisse stellten sie Bürgermeister Hans Koch vor. Lobend erwähnten die Kinder das Naturbad mit Rutsche und Sprungtürmen, das Kneippbecken und den Botanischen Lehrpfad. Auch die Pizzeria gefiel ihnen, die vielen Geschäfte, der Kindergarten und das Sportheim im Ort. Im Ossinger-Neubaugebiet stellt Helmut Nübler ein Grundstück als Bolzplatz zur Verfügung, wofür ihm die Kinder sehr dankbar sind.

Nicht gefallen hatte ihnen das leerstehende Danzerhaus am Unteren Markt, das einsturzgefährdet ist. Auch das ungepflegte ehemalige Schreinerhaus am Oberen Markt machte auf sie einen schlechten Eindruck. Die Beschilderung zu Beginn der Thorsteinstraße sei nicht mehr aktuell: Sie weist auf einen Spielplatz hin, den es nicht mehr gibt. Außerdem praktiziert der dort genannte Dr. Badenberg seit zwölf Jahren nicht mehr. Dies müsse geändert werden, mahnten die Schüler.

Beim Spielplatz-Check im Neubaugebiet Am Ossinger fiel den Testern der fehlende Mülleimer auf. Bäume, die Sonnenschutz bieten, eine Sitzgruppe und eine Hängematte wären wünschenswert. Bei Interviews mit Passanten hörten die Kinder den Wunsch nach einem Fußgängerweg. Viele Autofahrer hielten die erlaubte Geschwindigkeit nicht ein und hätten teilweise 70 Stundenkilometer auf dem Tacho, kritisierten sie.

Pläne fürs Kneippbecken


Viele Wünsche der Kinder scheiterten am Geld, hielt Bürgermeister Hans Koch nicht hinterm Berg. Das Kneippbecken aber werde bald attraktiver mit Spielgelegenheiten und einem Bachlauf gestaltet. Im Naturbad ist eine Kletterwand geplant.

Bei der Ortsdurchfahrt seien aufgrund der mangelnden Breite keine Fußwege, sondern nur befahrbare Seitenbereiche möglich. Auch sollten der Pfarrweg, die Suttengasse und die Straße Am Bergl mittelfristig saniert werden. Zum Abschluss stellten die Kinder ihren Traumspielplatz anhand eines Modells vor.
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