Lorenz Geitner berichtet bei den Königsteiner Gartlern
Hopfentradition lebt

50 Kilogramm Hopfen fasst der lange Sack aus Jute. Lorenz Geitner (links) hatte ihn für seinen Vortrag über den Hopfenanbau in Illschwang mitgebracht und zeigte ihn gemeinsam mit Erich Richthammer, Vorsitzender des Königsteiner Gartenbauvereins, den Zuhörern. Bild: wku
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Königstein
15.10.2016
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Kürmreuth. Ganz auf das Thema Hopfen eingestellt zeigte sich das Erntedankbüffet des Königsteiner Gartenbauvereins im Landgasthof Zur Post in Kürmreuth. Als Aperitif hatte der Wirt Marko Spieß eine Hopfenlimo besorgt. Die Hauptspeisen bestanden aus Böhmischen Biergulasch und Krustenbraten mit Dunkelbiersauce, danach gab es Apfelküchle in Bierteig.

Lorenz Geitner gesellte sich dazu, um über den Hopfenanbau in Illschwang und das dortige Museum zu berichten. "Illschwang ist eines der kleinsten Hopfenanbaugebiete der Welt", erzählte der Vorsitzende des Gartenbauvereins. 1936 wurde es aufgegeben. Über 60 Jahren später ließen die Illschwanger die alte Tradition wieder aufleben. Die Wahl fiel dabei auf die robuste Hersbrucker und die Spalter Sorte.

Die Hopfenpflanze kann 60 bis 70 Jahre alt werden. "Daher ist es gar nicht so erstaunlich, dass unter dem Illschwanger Sportplatz fünf Stauden des alten Hopfens von 1936 wieder zum Vorschein kamen", berichtete Geitner. Er hatte einen großen und langen Hopfensack aus Jute mitgebracht, der stolze 50 Kilo fasst. Alle rochen gerne an den aromatischen Dolden.

"Der Hopfen will jeden Tag seinen Herrn sehen" drückt ein altes Sprichwort aus, wie arbeitsintensiv der Anbau ist. Nachzuvollziehen ist das im Museum, das im alten Hopfenstadel in Illschwang eingerichtet wurde. Dort ist unter anderem eine alte Hopfenpresse aus Holz zu sehen, die wohl einzigartig sein dürfte. Geöffnet ist das Museum von Mai bis Oktober sonntags von 14 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung.

Der Hopfenpfad, markiert durch eine Hopfendolde, führt sowohl durch das Anbaugebiet und als auch durch Illschwang selber. Es wurde "als eines der schönsten Dörfer Europas ausgezeichnet", wie Lorenz Geitner stolz erklärte.
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