Marktgemeinde verfolgt eigene Pläne in der Sulzbacher Straße 2
Schützen in der Warteschleife

Vermischtes
Königstein
01.03.2016
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Beinahe wäre es nichts geworden mit der Sitzung des Marktrats. Krankheit, Urlaub und dienstliche Gründe lichteten am Freitagabend die Reihen beträchtlich. Erst kurz vor 19 Uhr stand die Beschlussfähigkeit des Gremiums fest.

Gegen eine Stimme lehnten die anwesenden Räte einen Antrag der Schützengesellschaft Tell Königstein ab. Sie wollte das Anwesen Sulzbacher Straße 2 kaufen und dort ihr neues Heim einrichten, nachdem sie ihre bisherigen Schießstände im ehemaligen Gasthof Kliegel bis Ende März räumen muss.

Das Nein kam durch eigene Pläne der Marktgemeinde zustande. Im Zuge der Ortssanierung möchte sie über die Städtebauförderung im besagten Gebäude Wohnraum für sozial schwache Familien oder anerkannte Asylbewerber schaffen. Wenn es mit den erhofften Zuschüssen nicht klappt, könnte die Schützengesellschaft aber gerne wieder bei der Marktgemeinde vorstellig werden.

Ebenfalls bei einer Gegenstimme genehmigte der Marktrat nachträglich die zusätzliche Anmeldung der Sanierungsmaßnahme "Stadelreihe" im Kommunalen Investitionsprogramm durch Bürgermeister Hans Koch. Ein Gespräch mit der Regierung darüber sei sehr positiv verlaufen, und der Plan verursachte keine Kosten, wie er mitteilte. Die Stadelreihe steht unter Denkmalschutz, und somit sind auch den Besitzern Zwänge auferlegt.

Kürmreuth an der Reihe


Einstimmig fiel das Ja zur Beteiligung am Tag der Städtebauförderung am Samstag, 21. Mai, aus. Nach dem Steinstadel im vergangenen Jahr schlug der Bürgermeister jetzt Kürmreuth vor. Die Öffentlichkeit solle sich über die geplante Ortssanierung informieren können. Bürgermeister Koch wünschte sich dazu die Beteiligung jeweils eines Mitglieds aus jeder Fraktion. Zweiter Bürgermeister Klaus Hafner schlug vor, Erläuterungen zum Umbau des Schulgebäudes zu geben und den weiteren Umbau des Dorfplatzes vorzustellen.

Eine Summe von 5000 Euro genehmigte der Marktrat als vorab angesetzte Investitionssumme für einen kleinen Kletterparcours im Naturbad. Der Arbeitskreis Klettern hatte das angeregt, um ein entsprechend abwechslungsreiches Programm im Kletterfestival, das vom 26. bis 29. Mai im Naturbad stattfindet, anzubieten. Der Kletterparcours soll dann auch weiterhin den Gästen des Bades zur Verfügung stehen. Eine genaue Kostenberechnung wird noch folgen. Aus den Reihen der Räte kam die Nachfrage über die Sicherheit und Haftung. Dies wird noch geklärt.

Das Einvernehmen erhielt der Bauantrag von Doris und Vitus Eichenseer, die ein Fahrsilo überdachen wollen. Ebenso gab es Zustimmung zum Bauantrag von Heidi Ertl für die Aufstockung eines Bürogebäudes.

Bürgermeister Koch informierte, dass die Sanierung des Dorfplatzes Kürmreuth im Staatsanzeiger erschienen und die Submission am 17. März vorgesehen ist. Bei der nächsten Sitzung möchte er die Vergabe machen und, wenn der Zuwendungsbescheid da ist, möglichst mit der Baumaßnahme im April beginnen. Auf jeden Fall solle sie bis zur Kirchweih fertig sein, nannte Koch seine Prämisse.

Klagen über Fahrlärm


Bei den Wortmeldungen merkte Marktrat Christian Hirsch an, dass er schon von mehreren Bürgern angesprochen wurde, dass der Fahrlärm im Hinteren Markt lauter geworden sei. Koch versprach dies weiterzugeben, da es sich dabei um Kreis- und Staatsstraßen handelt.

Marktrat Hans Martin Grötsch fragte nach, ob das Programm für das Kletterfestival schon steht. Koch gab die Grobplanung kurz bekannt; die Details folgen später. Markträtin Andrea Spieß sprach die Hausnummern für Pruihausen an und bekam zur Antwort, dass diese schon bestellt sind und in den nächsten drei bis vier Wochen angebracht werden.
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