Marktrat beschließt Maßnahmen zur Markt-Entwicklung
Ortskern-Entwicklung im Fokus

Vermischtes
Königstein
04.02.2016
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Verbesserte Breitbandversorgung für 478 Haushalte, mehr Leben im Ortskern und die Suche nach Bauland - in der Sitzung des Marktgemeinderates wurden entscheidende Weichen für diese Themen gestellt. Wichtigstes Ziel sei eine "schnelle und gute Entwicklung" des Marktes.

Die Markträte wandten sich nach der Sitzungseröffnung durch Bürgermeister Hans Koch der Leinwand zu, die Breitbandpate Martin Haller zur visuellen Unterstützung seiner Ausführungen installiert hatte. Thema war das zweite Auswahlverfahren für die Breitbandversorgung des zentralen Ortes. Anhand des ersten Verfahrens erläuterte Haller dessen Ablauf und die nun notwendigen Schritte. Es gehe um die Versorgung von 478 Haushalten, die in diesem Abschnitt ausgebaut werden solle.

Dazu seien vier Angebote beim Markt eingegangen, die sich zum Teil erheblich in technischen Aspekten und Kosten unterscheiden würden. Zu empfehlen sei das Angebot von "Inexio", das mit günstigen Kosten und kurzer Verwirklichungs-Dauer überzeugte. "Die wirtschaftliche Lücke der Finanzierung ist hier mit 178 000 Euro gegeben." Ein großer Vorteil sei, dass 169 Haushalte einen direkten Glasfaseranschluss erhalten würden und damit bis zu 200 MBits abrufen könnten. Nun liege es bei der Kommune, die Eigentümer für den Anschluss zu gewinnen. Ein Vorteil sei, dass keine Anschlussgebühren anfallen würden. Das wäre bei einer späteren Verwirklichung nicht mehr möglich. Die Räte stimmten der Vergabe zu.

Energetische Sanierung


Schon seit längere Zeit sei die Verwaltung bemüht, den Ortskern über die Städtebauförderung aufzuwerten. Nun hat der Bund für bestimmte Zwecke - unter anderem die Barrierefreiheit und die energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden - ein Sonderprogramm aufgelegt. Die Antragsfrist endet am Montag, 15. Februar. Bürgermeister Koch möchte das Projekt "Sulzbacher Straße 2", über das schon länger beraten wird, sowie den Gemeindestadel am Oberen Markt und den Gaber-Stadel, ebenfalls an der denkmalgeschützten Stadelreihe, in diesem Programm unterbringen. Zunächst gehe es nur um eine Absichtserklärung. Eine Entscheidung sei durch diesen Schritt noch nicht getroffen, da zuerst auf einen Förderbescheid gewartet werden und die eigene Leistungsfähigkeit analysiert werden müsse. Die Räte willigten in dieses Vorgehen ein.

Ein nächster Schritt zur Ortsentwicklung soll durch eine nichtöffentliche Zusammenkunft der Besitzer von Bauland getan werden. Es soll geklärt werden, inwieweit sie bereit sind, ihre Grundstücke für Bauzwecke bereitzustellen.

Um bereits bebaute Grundstücke ging es beim Antrag auf Nutzungsänderung und Brandschutzmaßnahmen der Suchthilfeeinrichtung des Deutschen Ordenswerks. Der Marktgemeinderat erklärte sein Einvernehmen. Auch der Bauvoranfrage von Markus Lederer (Mitteldorf) wurde dies in Aussicht gestellt, wenn er den Bauplan einreiche.

Auf dem Ossingerturm soll eine Hinweisbeschilderung angebracht werden. Dazu sei eine Förderung im Naturparkprogramm Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst möglich. Die Räte sind mit dem Vorhaben und dem Zuschussantrag einverstanden. Die Feuerwehr Namsreuth hat neue Kommandanten gewählt. Der Marktgemeinderat bestätigte formell Jürgen Renner als Kommandant und Andreas Pilhofer als seinen Stellvertreter.

Barrierefreiheit im Markt


Anschließend informierte der Bürgermeister, dass ihm ein Antrag der Fraktion der Freien Wähler zur Schaffung von Barrierefreiheit im Markt vorliege. Koch betonte, dass er darin keine Dringlichkeit sehe, einer späteren Diskussion aber nichts im Weg stehe. Auch bei einem Antrag, der Live-Übertragungen von Gemeinderats-Sitzungen fordert, sehe er keinen Handlungsbedarf - allerdings wolle er dazu noch weitere Auskünfte einholen.

Zum Thema Asyl informierte er, dass in der nächsten Zeit eine Familie nach Königstein ziehen werde. "Am 11. Februar ist eine Besprechung mit dem Homepage-Paten anlässlich möglicher Ergänzungen angesetzt."

Der Landkreis habe sich als Bildungsregion ausgerufen - Königstein beteiligt sich daran. Abschließend legte Marktrat Andreas Hering für die Ablehnung des Haushalts das Recht auf persönliche Meinungsfreiheit dar. Koch nahm das zur Kenntnis und betrachtete die Angelegenheit als erledigt.
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