Mit fünf Häusern und zwei Kapellen gibt es eine rekordverdächtige Kirchendichte in Breitenstein
Trachtenwallfahrt blickt auf 40-jährige Tradition zurück

Vermischtes
Königstein
24.05.2016
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Breitenstein. Gerade einmal fünf Anwesen, aber zwei Kapellen - eine evangelisch, eine katholisch. Der kleine Ort Breitenstein bringt es auf eine erstaunliche Dichte an Gotteshäusern. Auf geschichtsträchtigem Boden richtet der Trachtenverein D' Ossinger alle Jahre am Dreifaltigkeitssonntag seine Kirchweih aus. Jedes zweite Mal feiert er sie mit einer Trachtenwallfahrt, die heuer auf eine 40-jährige Tradition zurückblickt. Bei strahlendem Sonnenschein bewegte sich am Sonntagmorgen ein langer Zug mit vielen Vereinen und Fahnen von der St.-Michaels-Kirche zum Breitenstein hinauf. Das schöne Wetter ließ es zu, den Gottesdienst im Freien vor der Burgkapelle zu feiern. Musikalisch gestalteten ihn der Männergesangverein Edelweiß aus Kürmreuth und die Stubenmusi des Trachtenvereins Stamm aus Sulzbach-Rosenberg. "Am Berg ist man Gott besonders nah", erklärte Pfarrer Hans Zeltsperger, der sich über die jetzt vollendete Generalsanierung der Kapelle freute. Sie trägt den Namen Heilige Dreifaltigkeit. "Das göttliche Geheimnis der Dreifaltigkeit kann der Mensch nicht erfassen und verstehen", sagte der Pfarrer. Er bedauerte das Schwinden christlicher Traditionen und des Glaubens. Dazu zitierte er Peter Scholl-Latour: "Wir müssen uns keine Sorgen machen wegen der Stärke des Islams, sondern wegen der eigenen geistlichen Schwäche!". Zeltsperger appellierte an Gläubigen, "im Alltag durch unser Leben unseren Glauben sichtbar zu machen". Die Neuhauser Blaskapelle spielte anschließend zum Frühschoppen im Festzelt auf. Die Fahnenträger der Vereine (Bild) flankierten den Freialtar auf dem Breitenstein. Bild: wku

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