Statt Neujahrsempfang ein Abend des Ehrenamts
Hilfe zum Geschenk machen

Vermischtes
Königstein
05.04.2016
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Die größte Sorge bei Bürgermeister Hans Koch war, dass niemand bei der Einladung vergessen wurde, der ehrenamtliche Arbeit in der Marktgemeinde leistet. Besondere Freude bereitete ihm, dass so viele Gäste gekommen waren.

Zum ersten Abend des Ehrenamts in Königstein kamen Vertreter der Politik, Kirchen und Vereine sowie Altbürgermeister Klaus Wolkersdorfer und der langjährige Weggefährte Erwin Graf. Sie sollten ein kleines Dankeschön und Anerkennung für ihre Arbeit bekommen.

"Was für einen Sinn hat ein Abend des Ehrenamtes?", fragte Koch bei seiner Begrüßung. "Diese Leute gab es ja schon immer", sage sich vielleicht der eine oder andere. Die Marktgemeinde werde aber auch in Zukunft auf einen Neujahrsempfang verzichten und an diesem Ehrenabend festhalten. "Das Gemeinschaftsleben steht und fällt mit dem ehrenamtlichen Engagement", machte der Bürgermeister klar. Wo blieben alle Vereine, wenn es keine Ehrenamtlichen mehr gäbe? Wer würde im sozialen, karitativen, politischen, kulturellen und kirchlichen Bereich die vielfältigen Aufgaben erledigen? Selbst die Sicherheit wäre mit den Freiwilligen Feuerwehren betroffen.

Diese Leistungen auf freiwilliger Basis tragen dazu bei, dass sich die Bürger in der Gemeinde wohl und sicher fühlen. Es werde fast schon selbstverständlich genommen, dass es diese Menschen gibt. Inzwischen befänden sich "Ehre" oder das "Ehrenamt" auf dem Rückzug. Wer in seiner Freizeit ein Ehrenamt erfülle, sorge dafür, dass Hilfe ein wirkliches Geschenk ist und nicht zur Ware herabsinkt.

Mit dem Ehrenabend versuche die Gemeinde, ein Gegengewicht einzubringen. Diese Einladung sei sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber sie werde künftig ein fester Bestandteil im Terminkalender sein.
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