Erstes Resümee nach einem Jahr
Atnon-Beer-Walbrunn-Kunst- und Kulturfreunde kooperieren mit Max-Reger-Tagen

Seit einem Jahr gibt es den Kunst- und Kulturverein Kohlberg: Vorsitzender Martin Valeske (links), (von rechts) Schatzmeister Claus Barth, Lothar Höher, Rotraud Freytag aus München und Petra Vorsatz. Bild: war
Kultur
Kohlberg
05.07.2016
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Vor einem Jahr haben zehn Kulturbegeisterte den Anton Beer-Walbrunn Kunst- und Kulturverein in Kohlberg gegründet. Zur ersten Mitgliederversammlung kommt auch Rotraud Freytag vom Carl-Orff-Museum in Dießen.

Der Zusammenschluss ist gewachsen: Seit der Gründung verdoppelte sich die Mitgliederzahl auf 20. Während der Versammlung trat noch eine weitere Person dem Verein bei. Rotraud Freytag vom Carl-Orff-Museum, die Mitglied im Verein ist und zur Jahreshauptversammlung eigens aus München angereist war, informierte über das Museum.

Weidens Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz, die auch Dreh- und Angelpunkt für die Organisation der Max-Reger-Tage ist, wertet das Team auf. "Wir können eigentlich nicht anders, als zu kooperieren", sagte Vorsatz und wies auf die Parallelen zwischen Reger und Beer-Walbrunn hin. Beide Musiker waren Lehrer-Söhne und wirkten in der königlichen Akademie für Tonkunst. Lothar Höher, weiteres prominentes Gründungsmitglied und Kassenprüfer, sprach ebenfalls von positiven Aspekten einer Einbindung in die Max-Reger-Tage.

Vorsitzender Martin Valeske startete mit einer Rückschau: Ende September fanden die vom Verein organisierten Anton-Beer-Walbrunn-Tage statt. Schatzmeister Claus Barth sagte in seinem Finanzbericht:, "Es ist uns gelungen, ein Plus zu erwirtschaften". "Ein Glücksfall für den Verein" lobte Höher die Leistung Barths nach der Kassenrevision.

Ein Flyer, der über Anton Beer-Walbrunn und die Aktivitäten des Vereins informiert, wurde präsentiert. Für die Zeitschrift "Musik in Bayern", die von der Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte herausgegeben wird, hat Valeske einen Aufsatz über Beer-Walbrunn geschrieben, der im nächsten Jahr erscheinen soll. "Der Aufsatz soll Impuls sein, weiter zu forschen", so der Verfasser.

Der Münchner Orgelprofessor Gerhard Weinberger hat unter dem Titel "Süddeutsche Orgelmusik der Spätromantik" eine CD eingespielt, die ein Orgelwerk von Beer-Walbrunn enthält und von der Gemeinde Kohlberg gefördert worden ist. Die CD erscheint im Juli beim TYXart. Sie ist auch bei Valeske erhältlich. Die CD wird Anfang August im Bayerischen Rundfunk vorgestellt werden.

Angelika Huber und Kilian Sprau, die von Beer-Walbrunns Musik mehr als angetan sind, haben im Schloss Freudenthal eine CD aufgenommen, die ausschließlich Lieder des Kohlberger Komponisten enthält und im Herbst bei Bayer Records erscheinen wird. Sie soll bei den Anton-Beer-Walbrunn-Tagen im Oktober präsentiert werden. Kirchenmusikdirektor Hanns-Friedrich Kaiser hat auf der Max-Reger-Orgel der Weidener Michaelskirche Orgelwerke von Beer-Walbrunn eingespielt. Die CD wird 2017 beim selben Label erscheinen.

TermineZum 25-jährigen Jubiläum des Carl-Orff-Museums in Dießen am Ammersee gibt es am Samstag, 16. Juli, einen Liederabend mit Werken von Anton Beer-Walbrunn, Carl Orff und einem Schüler Orffs. Martin Valeske vom Kunst- und Kulturverein Kohlberg wird bei der Veranstaltung einen Vortrag über Anton Beer-Walbrunn und dessen Schüler Carl Orff halten.

Bei den Beer-Walbrunn-Tagen bringt das Ensemble Con Brio am Samstag, 29. Oktober, um 19 Uhr in der Kohlberger Nikolauskirche Streichquartette der drei Oberpfälzer Komponisten Max Reger, Franz Gleißner und Anton Beer-Walbrunn zu Gehör.

Im kirchenmusikalischen Gottesdienst am Sonntag, 30. Oktober , um 9.30 Uhr sind Kirchenmusikdirektor Hanns-Friedrich Kaiser, Angelika Huber und Gerhard Urban zu hören. (war)
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