Jeder wieder Einzelkämpfer
Kohlberg und Weiherhammer einigen sich nicht auf Kosten für Bauhof-Gutachten

Es ging nur um ein paar Hundert Euro.
Politik
Kohlberg
11.04.2016
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Kohlberg/Weiherhammer. Noch im Januar wollten Etzenricht, Weiherhammer und Kohlberg miteinander einen Bauhof betreiben, dann überlegten es sich die Etzenrichter anders. Die beiden anderen Gemeinden waren sich einig, ihren Fuhr- und Maschinenpark im Industriegebiet Weiherhammer zusammenzulegen.

Doch daraus wird nun nichts, "wegen ein paar Hundert Euro", wie Kohlbergs Bürgermeister Rudolf Götz bedauert. Sein Gemeinderat spielt nicht mit. Hintergrund: Bevor es zu einer Bauhof-Fusion kommen sollte, wollten alle Beteiligten ein Gutachten bei einer Fachfirma in Auftrag geben, ob sich die Sache überhaupt lohnt und wie sich ein Gemeinschaftsprojekt überhaupt wirtschaftlich betreiben ließe. Nach Abzug aller Zuschüsse bleiben an den Gemeinden für so eine Untersuchung laut Götz rund 10 000 Euro hängen.

Aus Weiherhammer kam der Vorschlag, die Kosten Halbe-Halbe zu teilen. "Das bringe ich nicht durch meinen Gemeinderat", hatte Götz abgewunken. Sein Vorschlag: Weiherhammer zahlt 70 Prozent, Kohlberg nur 30.

Die Weiherhammerer konnte er damit überzeugen, seine eigenen Leute jedoch nicht: Die wollten 75:25 und argumentierten damit, dass dies dem Verhältnis der Einwohnerzahl entspreche. Götz hielt dagegen, dass Kohlberg zwar weniger Bürger habe, aber mehr Fläche und mehr Kilometer Straße, um die sich ein Bauhof zu kümmern hätte. Zudem mache der Unterschied zwischen 70:30 und 75:25 nur etwa 200 bis 500 Euro aus. Vergebens.

"Irgendwie hat da die Kommunikation nicht gestimmt", hieß es dazu aus dem Gemeinderat Weiherhammer, dem nichts anders übrig blieb, als das Projekt für beerdigt zu erklären. Denn den Antrag für das Gutachten hätte Weiherhammer stellvertretend für beide Gemeinden stellen müssen.

"Sehr schade, wir müssen jetzt neu planen", sagt Rathauschef Ludwig Biller. Sein Kohlberger Kollege Götz sieht ebenfalls eine Chance vertan. "Was man damit hätte sparen können."
Es ging nur um ein paar Hundert Euro.Rudolf Götz, Bürgermeister von Kohlberg
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