Jahreshauptversammlung der Bienenzüchter
Alte Führung, neue Sorgen

Der Bienenzuchtverein Weiherhammer steht künftig unter der Leitung von Reiner Kunkel, Josef Bertelshofer, Christian Biller, Christine Lunscher, Alois Habeck und Christian Witt (von links). Bild: war
Vermischtes
Kohlberg
01.04.2016
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Reiner Kunkel steht weiter an der Spitze des Bienenzuchtvereins. Nach dem geringen Befall mit der Varroamilbe im letzten Jahr empfiehlt der Chef-Imker wegen des milden Winters regelmäßige Kontrollen.

/Weiherhammer. Der Bienenzuchtverein (BZV) stellte sich in der Jahreshauptversammlung für die nächsten Jahre auf. Die Hauptverantwortung tragen als Vorsitzender Reiner Kunkel und Christian Witt als Stellvertreter. Die Kassengeschäfte bestellt auch künftig Josef Bertelshofer. Neu ist Christine Lunscher als Schriftführerin, da Hubert Wildenauer nach zehnjähriger Tätigkeit nicht mehr zur Verfügung stand. Das Amt des Gerätewartes ging von Reiner Kunkel auf Christian Witt über. Alois Habeck und Christian Biller prüfen die Finanzen und hatten zuvor Bertelshofer eine einwandfreie Arbeit bestätigt sowie das leichte Plus in der Entwicklung gelobt. 28 Personen gehören dem Verein an, die Anzahl der von Vereinsmitgliedern betreuten Völker stieg auf rund 120 an.

Kaum Verluste


"Die meisten unserer Mitglieder hatten ihre Völker gut über den Winter bekommen, große Verluste gab es nicht zu beklagen", bilanzierte Kunkel. Der Frühling ließ lange Zeit auf sich warten und es gab im März einige Tage, an denen man eine erste Kontrolle durchführen konnte. Doch gegen Ende des Monats frischte es noch einmal richtig ab. Ähnlich verhielt es sich im April. Dadurch verzögerte sich die Entwicklung der Bienenvölker und dies wirkte sich negativ auf den Blütenhonig aus. Obwohl der Raps zirka fünf Wochen blühte, war der Ertrag gering bis mittelmäßig.

Dennoch berichtete Kunkel von einem Umschwung. "Die Waldtracht sorgte doch noch für eine reiche Honigernte." Für die Behandlung gegen die Varroamilbe waren die Temperaturen grenzwertig, fast schon zu hoch. Der ideale Behandlungszeitpunkt musste genau gewählt werden. Erwartungsgemäß war der Milbenbefall bei der ersten Behandlung eher gering, für die weitere Behandlung war das Wetter optimal. Nach dem Auffüttern konnte die Saison Ende September mit dem Einwintern abgeschlossen werden.

Mehr Kontrollen


Die Voraussetzungen zur Winterbehandlung waren nicht ideal, denn es fehlte an der notwendigen Kälte, damit die Völker ihre Bruttätigkeit einstellten. Kunkels Einschätzung und sein Ratschlag für die kommenden Monate: "Aufgrund des milden Winters ist wieder mit einem stärkeren Varroamilbenbefall zu rechnen. Regelmäßige Kontrollen sind deshalb dringend notwendig." Die Monatstreffen waren stets gut besucht. Zwei Vereinsmitglieder besuchten den Neulings-Lehrgang in Edelsfeld. In der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Weiden wurde BZV-Mitglied Alois Habeck zum Vorsitzenden bestimmt. Er fungiert künftig außerdem als zweiter Vorsitzender der Bayerischen Imkervereinigung. "Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied des BZV Weiherhammer diese Ämter inne hat", freute sich Kunkel.

Die Sammelbestellung von Winterfutter und Honiggläsern wird heuer wiederholt. Allerdings bei einem neuen Lieferanten. Eine Sammelbestellung von Varroamilbenbekämpfungsmitteln geschieht über den Kreisverband Weiden.
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