Josef Krügelstein feiert Geburtstag
Topfit mit 90

Die Ehenbachtaler Blaskapelle spielte Josef Krügelstein (Zweiter von rechts) den Geburtstagsmarsch zum Wiegenfest. Die Zeit scheint an ihm spurlos vorüber gegangen zu sein. Josef Krügelstein ist mit neunzig Jahren noch so vital wie eh und je. Bild: jml
Vermischtes
Kohlberg
23.09.2016
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Geistig und gesundheitlich ist er so vital, wie sich das mancher Siebzigjährige wünschen würde. Aber Josef Krügelstein feierte bereits sein 90. Wiegenfest. Die Ehenbachtaler Blaskapelle unter der Leitung von Norbert Allwang spielte dem Jubilar im Gasthaus "Weißer Schwan" den Geburtstagsmarsch.

Neben der Familie gratulierten ihm Pfarrer Adam Nieciecki , Irmgard List vom katholischen Pfarrgemeinderat und Bürgermeister Rudolf Götz . Dazu kamen die Vorstände der Siedler, bei denen Krügelstein 12 Jahre lang Kassier war, die Vorsitzenden des VdK und OWV, wo der Jubilar als Gründungs- und Ehrenmitglied geführt wird. Ganz besonders dankte Rosa Zwack vom BRK-Altenclub ihrem sehr treuen Mitglied: "Der Josef versäumt kaum eine unserer Zusammenkünfte." Eine Enkelin sagte im extra auf ihn getexteten Gedicht über die Lebensleiter: "Unser Josef macht immer so weiter."

Krügelstein ist noch immer sehr am Ortsgeschehen interessiert, wandert, spielt gerne Karten beim Meierhöfer und hat für jeden ein Lächeln und ein freundliches Wort auf den Lippen, drängt sich aber nie in den Vordergrund. "Ich bin ja eigentlich ein Münchner Kindl", lacht er, denn seine Eltern arbeiteten bei seiner Geburt 1926 in der Landeshauptstadt, stammten jedoch aus Kohlberg.

Er wuchs im Schlegl-Wirtshaus auf, lernte das Schmiedehandwerk und musste Krieg und Gefangenschaft ertragen. Beim Heimkommen wog er nur noch 46 Kilogramm. Ab 1949 arbeitete der Jubilar 33 Jahre lang im Hüttenwerk Weiherhammer und zuletzt bei der Firma Südfleisch in Weiden.

1950 heiratete er seine Maria , ein Flüchtlingsmädchen aus Eger. Acht Kinder gingen aus der Ehe hervor, von denen einige leider bereits verstarben. Auch seine Frau musste Krügelstein 1999 an ihr Grab begleiten. 1964 baute sich die Familie im Ortsteil Froschau ein geräumiges Haus, wo der Jubilar heute noch weitgehend selbständig seinen Haushalt führt. Schon lange ist er der geliebte Opa und Uropa der großen Familie. Fit hält er sich in der Natur und bei der Lektüre des Neuen Tag wo es ihm besonders die Kreuzworträtsel und Sudokus angetan haben. "Das ist meine tägliche Hirnmassage", sagt er lachend.
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