Marktratssitzung Kohlberg
Keine Grenzwanderung

Die kleine Waldkapelle am Ortseingang von Röthenbach steht bald unter Denkmalschutz. Dann darf sie nicht abgerissen werden. Bild: war
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Kohlberg
18.03.2016
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Die kleine Waldkapelle am Ortseingang von Röthenbach soll ein ewiges Zeichen der Gläubigkeit sein. Sie wird deshalb unter Denkmalschutz gestellt. So will die Gemeinde den Verkauf und Abriss des kleinen Kirchheims verhindert.

"Diese Absicht hätte der Besitzer",, informierte Bürgermeister Rudolf Götz bei der Marktratsitzung. Er berichtete von Verhandlungen mit dem Amt für Denkmalschutz. "Ich habe erfahren, dass der Eigentümer die Kapelle verkaufen wollte." Sie sollte demnach abgebaut und in Tschechien neu aufgebaut werden.

"Die mündliche Zusage, dass die Kapelle unter Schutz gestellt wird, haben wir bereits." Der Schlossbesitzer hätte bereits den Schlossgarten und weitere Flächen an den Staatsforst veräußert. "Es wird schwierig, einen Käufer für das Schloss zu finden. Damit wird es vermutlich dem Verfall preisgegeben." Wie es mit der Kapelle weitergehen soll, ist noch offen. Die Gemeinde hat momentan keinen finanziellen Spielraum für den Kauf. Ob die Röthenbacher interessiert sind, ist noch unklar.

Zwei Schritte


Auch die Zusammenlegung der Bauhöfe war ein Thema. Mit "Grundsätzlich ja, aber" stimmten die Räte dafür, mit der Nachbargemeinde Weiherhammer durch einen externen Berater Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen (Phase 1) und, wenn diese Einsparungspotential ergibt, ein Konzept (Phase 2) für die Zusammenlegung der Bauhöfe in Auftrag zu geben.

Die Gesamtkosten dafür betragen 97 500 Euro. Für Phase 1 fallen 21 500, für Phase 2 76 000 Euro an. Gefördert wird diese Kooperationsmaßnahme voraussichtlich mit 82 875 Euro. Die beiden Kommunen müssen somit 14 625 Euro an Eigenmitteln aufwenden.

Das Aber bezieht sich auf den Verteilerschlüssel für die Kosten zwischen Weiherhammer und Kohlberg. Dieser soll bei 25 Prozent für Kohlberg und bei 75 Prozent für Weiherhammer liegen, wenn es nach dem Beschluss aus der Marktratssitzung geht. Basis für den Proporz ist die Anzahl der Einwohner. Weitere Voraussetzungen sind die Prüfung einer organisatorischen Zusammenarbeit sowie ein möglicher Ausstieg nach der ersten Phase.

Zweiter Bürgermeister Gerhard List konnte sich mit dem Projekt nicht anfreunden und stimmte gegen die Entscheidung. "Wir sind bis jetzt ohne Bauhof ausgekommen", argumentierte der CSU-Rat. Beim Personal könne er sich eine Zusammenarbeit vorstellen.

Gut wirtschaften


Für eine Ausstiegsklausel nach Phase 1 machte sich Adrian Blödt (CSU) stark. "Nur wenn Einsparungen erreicht werden können", bevor der zweite Schritt unternommen werde. Die Verteilung nach den Bevölkerungsanteilen forderte Martina Auer-Bertelshofer(CSU) ein. In der Ausarbeitung der VG für den Beschlussvorschlag war die Aufteilung noch mit zwei Drittel für Weiherhammer und einem Drittel für den Markt vorgesehen. "Wir sparen uns damit viel Geld", befürwortete Götz das Vorhaben.

Er verwies auf die Einsparungen im Maschinenpark, bei der Betriebsführung der gemeindlichen Wasser- und Abwasserentsorgungsmaßnahmen sowie bei der zu erledigen Spezialaufgabe. "Zuletzt war für Phase 1 von 15 000 Euro die Rede, jetzt sind es 21 500 Euro", monierte Blödt. Er bekam die Auskunft, dass noch ein Angebot offen sei.
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