NT-Hilfsaktion unterstützt Familie
"Lichtblicke" hilft in schwerer Zeit

Winfried Heldmann. Bild: Götz
Vermischtes
Kohlberg
31.12.2015
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"Wir haben ,Lichtblicke' viel zu verdanken", sagt Winfried Heldmann. Die Hilfsaktion des Neuen Tag habe geholfen, als er und seine Familie nicht mehr weiter wussten.

Im Oktober 2013 ging Heldmann mit Rückenschmerzen zum Arzt. "Vermutlich ein Bandscheibenvorfall", lautete die Diagnose. Massagen und Bäder sollten Linderung verschaffen. Aber die Schmerzen nahmen zu. "Ich habe mich über die Weihnachtsfeiertage gequält." Ein paar Tage später trat bei Heldmann plötzlich eine Lähmung im unteren Gesäßteil auf. "Ich wurde mit dem Notarzt ins Klinikum Weiden eingeliefert, beim anschließenden MRT konnte allerdings nichts festgestellt werden", erzählt er. Erst eine weitere Untersuchung brachte Gewissheit: ein Tumor. "Er saß zum Glück auf dem Knochen und nicht darin. Sonst wäre die Chemotherapie wohl nicht so erfolgreich gewesen", fährt der Vater von vier Kindern fort. "Schlimmer hätte es nicht kommen können", beschreibt er seine Gedanken in diesem Moment. "Meine Frau ist käseweiß geworden." Ende Januar 2014 bekam Heldmann die erste Chemotherapie, im Juli wurde der Tumor entfernt, darauf folgte noch einmal Chemotherapie.

Es ging um die Kinder


Nach einem Reha-Aufenthalt in Kohlbruck bei Passau fing Heldmann im Februar schließlich wieder an zu arbeiten. Seit 1990 ist er Lagerist bei Pilkington in Weiherhammer. Daneben betreibt er einen eigenen Verlege- und Montageservice. "Mit meinem Gehalt von Pilkington haben wir die Raten für unser Haus oder unsere Versicherungen bezahlt", erklärt er.

Für den Lebensunterhalt sei nicht viel übriggeblieben. Diese Kosten habe er mit seinem Nebengewerbe gedeckt. Durch seine Krankheit fielen diese Einnahmen aber weg. Auch heute läuft der Montageservice noch nicht wieder. "Es ist mit meinem Krankengeld ziemlich knapp ausgegangen", verrät Heldmann. Vor allem wegen der Kinder - die jüngsten sind sechsjährige Zwillinge - sei es schwer gewesen.

Die Heldmanns wandten sich an das Neustädter Jugendamt. "Dort haben wir glücklicherweise Norbert Meister angetroffen. Er hat uns sehr geholfen." Über den Ansprechpartner für das Netzwerk frühe Kindheit "Koki" kam schließlich der Kontakt zur Aktion "Lichtblicke" des Medienhauses "Der neue Tag" zustande.

"Es ging uns vor allem um die Kinder", erzählt Heldmann. So habe "Lichtblicke" die Familie auch mit Kleidung und Schuhen für die Zwillinge unterstützt, aber auch mit Lebensmittelgutscheinen geholfen. "Als ich zur Reha gefahren bin, hat 'Lichtblicke' die Kosten für Trainingsanzüge übernommen." Ob Heldmann vollständig geheilt ist, kann ihm niemand sagen. "Die Prognosen sind sehr gut. Die nächsten fünf Jahre muss er regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen. "Immer vorausschauen. Es hilft nix, da muss man durch."
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