Richtungsweisendes Geschenk
Neuer Granitstein für den Bernsteinweg

Über den neuen Bernsteinweg-Hinweisstein freuen sich (von links) Ernst Neuber, OWV-Vorsitzender Markus Müller, Mathilde, Richard senior und Ingrid Roith, Bürgermeister Rudolf Götz, Bernd Bauer und Karl Merkel. Bild: jml
Vermischtes
Kohlberg
19.08.2016
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Die Steinmetze Richard und Mathilde Roith haben bereits mit dem Brunnen und Standbildern das Ortsbild bereichert. Nun übergaben sie den zweiten Gedenkstein für den Bernsteinweg. Dabei hat sich der Seniorchef gleich selbst ein kleines Denkmal gesetzt: Das auf der Inschrift vermerkte Übergabedatum ist zugleich sein Geburtstag.

Entstanden ist dieser zweite Hinweis auf die Altstraße genau genommen durch einen Fehler. Denn im Jahre 2004 wurde auf Initiative von Bernd Bauer vom OWV beim Naturerlebnisweg Klingenbachtal am südöstlichen Ortsrand bereits ein Bernsteinweg-Gedenkstein aufgestellt. Der vorgesehene Standort musste dann jedoch aus technischen Gründen auf die gegenüber liegende Straßenseite verlegt werden.

Damit zeigten die Hinweispfeile auf der Inschrifttafel in falsche Richtungen: zur Adria nach Norden und zu Nord- und Ostsee nach Süden. Das fiel zwar nur wenigen Passanten auf, ließ aber Bauer keine Ruhe.

Aus Flossenbürger Granit


Etliche Jahre lag er Richard Roith mit der Bitte einer "richtigen" Inschrift in den Ohren. So entstand die Idee, die Tafel von Stein eins zu verbessern und gleich noch einen zweiten Hinweisstein am Firmengelände zu platzieren. Anlässlich seines Geburtstages spendete der Chef nun auch diesen neuen Stein aus Flossenbürger Granit. Die Tafelinschriften fertigte Mitarbeiter Klaus Neugirg.

Im Beisein von Bürgermeister Rudolf Götz, OWV-Vorsitzendem Markus Müller, Bernd Bauer, OWV-Ehrenmitglied Karl Merkel sowie Familienmitgliedern und etlichen Mitarbeitern erfolgte jetzt die offizielle Übergabe an die Marktgemeinde. Götz versprach den Roith-Arbeitern eine kräftige Brotzeit.

Der Seniorchef informierte: "Kohlberg liegt, so ungefähr, auf halber Strecke zwischen Ostsee und Adria." Da sei es nur natürlich an so eine uralte Handelsstraße zu erinnern, welche wohl schon seit der Bronzezeit auf mehreren Trassen auch durch unser Gebiet führte. Mit Saumtieren wurden vor etwa 2500 Jahren Handelswaren wie Waffen, Schmuck- und Kultgeräte darauf transportiert. Bernstein aus dem Ostseeraum wohl auch, nachdem im Grab eines ägyptischen Pharaos ein Becher aus diesem baltischem Material gefunden wurde.

Bauer ist überzeugt: "Da, wo der Stein jetzt steht, hat er die beste Wirkung." Denn der Radweg von Weiden über Etzenricht soll laut Bürgermeister Götz im nächsten Jahr fertig werden. Er endet vorerst an der Weidener Straße gleich gegenüber dem neuen Stein. Den Radlern wird dann die garantiert stimmende Richtung angezeigt: zur Ostsee nach Norden und nach Bella Italia nach Süden.
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