Vier Ehepaare feiern Goldene Hochzeit
Seit 50 Jahren durch Dick und Dünn

Im vergangenen Jahr blickten vier Paare auf 50 Ehejahre zurück. Um diesen Anlass würdig zu feiern, lud Bürgermeister Rudolf Götz (stehend rechts) und Zweiter Bürgermeister Gerhard List (sitzend, Zweiter von rechts) die Jubel-Paare Karl und Christa Merkel (stehend und sitzend links), Elisabeth und Horst Hiltl (stehend, Zweite und Dritter von links), Frieda und Heinrich Müller (sitzend, Zweite und Dritter von links) und Günter und Anneliese Schmid (sitzend, rechts und stehend, Zweite von rechts) waren von Bü
Vermischtes
Kohlberg
15.12.2015
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Die Aufgaben eines Bürgermeisters sind nicht immer angenehm. Anders sieht das einmal im Jahr aus - bei der Ehrung der Ehejubilare. In diesem Jahr beglückwünschte Bürgermeister Rudolf Götz und sein Stellvertreter Gerhard List vier Ehepaare, die auf 50 gemeinsame Jahre zurückblicken.

"Meine Glückwünsche im Namen des Marktrates für jeweils ein halbes gemeinsames Jahrhundert mit all seinen positiven und negativen Aspekten", begrüßte der Rathauschef vier Paare, die ihre "Goldene Hochzeit" in den zurückliegenden Monaten feiern konnten.

Die vier Jubelpaare trafen sich im "Weißen Schwan". Dort erwartete sie ein mehrgängiges Menü in geselliger Runde. Gemeinsam tauschten sie Erinnerungen an ihre Hochzeit im Jahr 1965 aus. Ein Jahr, dass von großen Momenten und weltbewegenden Ereignissen geprägt war: Der Vietnamkrieg tobte, Ludwig Erhard war deutscher Bundeskanzler, Winston Churchill verstarb, Werder Bremen wurde deutscher Fußballmeister, Muhammed Ali siegte als Cassius Clay in einem Jahrhundert-Boxkampf gegen Sonny Liston oder der syrische Diktator al-Assad wurde geboren.

Im launigen Gespräch ließen die Paare auch Ereignisse der Dorfgemeinschaft Revue passieren. "60 Bauern gab es damals in Kohlberg und acht Wirtshäuser", wusste Heinrich Müller, in Luhe-Wildenau, Etzenricht und anderen Gemeinden als "singender Postbote" bestens bekannt. Elisabeth und Horst Hiltl - beide stammen aus inzwischen geschlossenen Wirtshäusern in Kohlberg und Hannergrün - erzählten Geschichten aus dem Alltag, ihren Gaststätten und der damaligen Poststelle. Am Marktplatz habe es nur ein Telefon gegeben - das beim "Posthalter". Von dort aus wurde unter anderem die Hebamme oder die Rettung angerufen und der "Wegmacher" kommunizierte mit dem Straßenbauamt, wenn die Wege im Winter so zugeschneit waren, dass das Räumfahrzeug kommen musste.

Anneliese (geborene Lauterbach) und Günther Schmid wohnen seit 15 Jahren in Kohlberg, heirateten standesamtlich im "Alten Rathaus" in Weiden und wurden von Pfarrer Rudolf als eines der ersten Paare in der Kirche am Hammerweg getraut.

Die Feier stieg im "Waldheim", das heute ein Seniorenheim beherbergt. Mit ihren vier Kindern und fünf Enkeln begingen die Schmids ihre "Goldene" im "Schwan". Horst und Elisabeth Hiltl (geborene Krauß) feierten 1965 im "Lohbachwinkel". "An diesem Tag schüttete es wie aus Eimern", erinnerte sich das Paar. Aus der Ehe gingen fünf Kinder und neun Enkelkinder hervor. Heinrich Müller und seine Frieda (geborene Götz), bewirteten ihre Hochzeitsgäste zu Hause. Der "Heiner" war nicht nur Bräutigam und Gastgeber, sondern unterhielt die Gäste mit seinem Tenorhorn musikalisch.

Strahlenden Sonnenschein hatten die Merkels, Karl und Christa (geborene Drechsler) zum Hochzeitsfest geordert. Zu ihrem runden Jubiläum gratulierten ihnen ihre drei Kinder und mittlerweile sechs Enkelkinder.
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