Zufahrt in Diskusison
Zufahrt sorgt für Brisanz

Die Zufahrt am Egelseeweiher (links) nutzen Land- und Forstwirte, die Felder und Wälder auf gegenüberliegenden Seite in Richtung Eichelbach bestellen müssen. Bild: war
Vermischtes
Kohlberg
14.04.2016
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Die Gründörfer rebellieren: Sie wollen nicht auf die Ein- und Ausfahrt zum "Egelseeweiher" verzichten. Der Beschluss zum Antrag des Radwege-Antrags Kohlberg-Etzenricht ist erneut auf dem Prüfstand.

Die betroffenen Land- und Forstwirte drängen auf den Erhalt der Zufahrt und legten dazu einen Antrag vor. Eine Liste mit 110 Unterschriften untermauert die Forderung. Im Antrag argumentieren die Bürger, dass ein Mitarbeiter des Straßenbauamtes den Anliegern versichert habe, dass die Einfahrt bestehen bleibe. Dies sorgte bei den direkt und indirekt Betroffenen für Unverständnis, da sich dadurch Nachteile ergeben. Als Begründung wird eine "Erhöhung des Unfallrisikos auf der Staatsstraße 2238 Weiden-Amberg" angegeben.

Abbiegen Glückssache


Die Überquerung, und diese ist die Hauptnutzung, da 99 Prozent der gegenüberliegenden Flächen aus Richtung Hannersgrün bewirtschaftet werden, stelle über die Auffahrt keine Gefahr dar. Im Umkehrschluss gehen die Antragsteller davon aus, dass bei der Auflassung ein Linksabbiegen aus Richtung Falkentalermühle notwendig sei.

Dabei entstehe mehr Gefahr. "Was Linksabbiegen zum Glückspiel macht", steht im Antrag. Ferner würde der Verkehrslärm in Hannersgrün, vor allem zur Ernte- und Anbauzeit, steigen. Auf Vorschlag von Bürgermeister Rudolf Götz und der Begründung, es stünde eine schriftliche Stellungnahme der Polizei zur Verkehrssicherheit aus, behandelte der Marktrat den Antrag als einstimmige Bekanntgabe. Damit räumten sich die Räte Spielraum für die Entscheidung ein.

Götz stellt den finanziellen Aspekt heraus. So kämen für die Kommune bei Erhalt der Zufahrt und der damit verbundenen Verbreiterung des Rad- und Fußweges auf 3 Meter Mehrkosten von 25 000 bis 30 000 Euro zu. "Wir haben das Thema in geheimer Sitzung diskutiert. Jeder Marktrat wusste, über was wir abstimmen und hatte die Pflicht, sich über den Sachstand vorab zu informieren", fügt das Gemeindeoberhaupt an.

Nach Auskunft der VG-Fachstelle sei die Zufahrt, auch wenn sie seit 50 oder 100 Jahren bestünde, sozusagen schwarz. "Eigentümer des Grundstücks ist das Straßenbauamt und dass hat das Recht, die Ausfahrt jederzeit zu schließen".

Einigung muss her


Vor der nächsten Gemeinderatssitzung und der Abstimmung sollen sich die betroffenen sechs Land- und acht Forstwirte, der Marktrat und die Geschäftsleitung des Staatlichen Straßenbauamts treffen, um einen Konsens zu finden. Eine Kostenbeteiligung der Interessengemeinschaft soll in die Diskussion mit einbezogen werden.

UPW-Sprecher Reinhard Ponitz zweifelt an, ob der Marktrat mit der Entscheidung konfrontiert werden müsse. "Warum sollen wir über ein Grundstück entscheiden, das uns gar nicht gehört?" Ob sich ein Kompromiss findet, zeigt sich am 24. Mai.
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