Zweiter Anlauf bestätigt Erfolg als Zeltfest
Weißenbrunner Kirchweih lockt Gäste in Scharen

Nicht nur beim Tanz um den Kirwabaum, dieser ist seit Jahrzehnten ein Publikumsmagnet, sondern auch in allen anderen Veranstaltungspunkten erfüllten sich die von den „Weißenbrunner Kirwaleit“ gehegten Wünsche, die zweite Auflage als Zeltfest lohnte sich in allen Belangen.
Vermischtes
Kohlberg
07.09.2016
231
0

300 Portionen gehen beim Mittagstisch über den Tresen. Die diesjährige Weißenbrunner Kirwa war so etwas wie eine Bestätigung dafür, dass der Wechsel vom "Stodlfest" auf ein "Zeltfest" bei den Gästen ankommt.

"Der Zuspruch war optimal: beim Gottesdienst begonnen, über das gut besuchte Austanzen des Kiwabaums bis zum Sonntagabend mit Zelt- und Barbetrieb", bilanzierte Maximilian Sternkopf als Sprecher der "Kirwleit".

"Der Oi und der Ander", wiederholte Sternkopf bei der Begrüßung am Vormittag bewusst einen Versprecher des Vorjahres. Jeder wusste wer gemeint war, denn den ökumenischen Gottesdienst zelebrierten einmal mehr der katholische Pfarrer in Ruhestand, Andreas Schlagenhaufer und sein evangelischer Amtskollege Martin Valeske. Im Predigttext dominierte die Aufforderung zu einem konfessionsübergreifenden Denken und Tun.

Beim Mittagstisch war die Auswahl groß: Fisch, Braten oder Grillspezialitäten ließen keine Wünsche offen. Gleiches galt für das Kuchen- und Tortenbuffet. "Gerade richtig, nicht zu frisch, ohne Regen aber auch kein geeignetes Badewetter", urteilten die "Kirwaleit" über die äußeren Bedingungen beim Tanzen rund um den Baum. Gegen 15 Uhr zogen die beiden Tanzgruppen ein. Den Anfang machten die "Kirwakids" mit vier einstudierten Tänzen.

Glanzpunkt des Nachmittags war der Bändertanz der "Kirwaleit". Am Ende kreiste ein Blumenstrauß, der sozusagen als Zufallsgenerator nach Ende des Musikstückes das neue "Oberkirwapaar" bestimmt. Michael Stark und Mareike Hagler hießen die Glücklichen, sie lösen Julian Kraus und Lena Schieder ab. An die beiden richten sich die Anforderungen für das kommende Jahr. Sie haben Mitspracherecht bei der Organisation im kommenden Jahr. Nach dem Austanzen zogen die Gäste in das Zelt um, wo die Kapelle "Die Allerscheynstn" für Stimmung sorgte.

Auf großes Interesse stieß die erstmals in dieser Form auf der Weißenbrunner Höhe integrierte Ausstellung mit landwirtschaftlichen Großgeräten aus den "Gründörfern". Mit rund einem Dutzend Oldtimer-Traktoren tuckerte der "Zapfwellenstammtisch Alts Glump" aus Mantel auf den Parkplatz.

Eine Nachlese für die "Kirwaleit" gab es traditionsgemäß am Kirchweihmontag. Dem Brauch folgend zieht die junge Truppe durch das Dorf, von Haus zu Haus. Einer der Burschen ist mit einem Bärenkostüm unterwegs, sein Gesicht mit Ruß geschwärzt. Nach einem Tänzchen mit der Hausfrau bittet die lustige Gesellschaft um eine Stärkung. Meist springt ein Schnäpschen für alle heraus.

___



Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/1694593
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.