Ärger über Arzberg

Lokales
Konnersreuth
04.12.2014
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Die Konnersreuther nahmen bei der Bürgerversammlung im Schiml-Saal kein Blatt vor den Mund. Bürgermeister Max Bindl musste so manche kritische Frage beantworten.

Nach dem Bericht des Bürgermeisters standen die Anliegen der Zuhörer im Mittelpunkt. Breiten Raum nahm dabei das Thema Energie ein. Rainer Walenta wollte Details zum Neubau der bestehenden Stromtrasse wissen. Max Bindl erklärte, dass der Ostbayernring aufgerüstet werden solle, die alte Trasse werde dann verschwinden. Bindl verwies dabei auf eine kürzliche Informationsveranstaltung für alle Bürger in Mitterteich.

Vertrauensbruch

Willi Wenisch kritisierte den Bau von drei Windrädern auf dem Gebiet der Stadt Arzberg, "Warum wurde Konnersreuth von den Arzberger Freunden nicht informiert?" Schließlich werde das Ortsbild durch die Anlagen stark beeinträchtigt. Bürgermeister Bindl betonte, dass sich die Stadt Arzberg an die gesetzlichen Richtlinien gehalten habe, die Windräder stünden im privilegierten Außenbereich. "Da gibt es keine Verpflichtung, den Nachbarn zu informieren." Willi Wenisch zeigte sich daraufhin sichtlich verärgert. "Für was braucht es dann eine Brücken-Allianz, wenn nicht mal unter Freunden gesprochen wird?" Bindl machte deutlich, dass nicht mal der Landkreis Tirschenreuth vom Bau der Windräder gewusst habe. Erwin Bauer sprach von einem Vertrauensbruch durch die Stadt Arzberg, was Bürgermeister Bindl aber energisch zurückwies.

Nicht nachvollziehen konnte Willi Wenisch auch die seiner Meinung nach schlecht ausgeführte Straßensanierung im Winkl und den angrenzenden Straßen. Zudem hätte das Ausspritzen von Rissen nicht Mitte September, sondern im Hochsommer erfolgen müssen. "Das Ergebnis: Heute haben wir eine Hoppelpiste. Das war rausgeworfenes Geld." Bürgermeister Bindl bat darum, erst einmal abzuwarten. "Es war ein Versuch, mal sehen, ob es sich bewährt." Beim Thema Stabilisierungshilfen bedauerte der Bürgermeister, dass man bei beantragten 1,3 Millionen Euro nur 100 000 Euro bekommen habe. Bevorzugt worden seien Kommunen, die Sondertilgungen leisten können.

Alois Hümmer hatte beantragt, die Grüngut-Abgabezeiten in der gemeindlichen Kläranlage zu erweitern. Bislang können die Abfälle nur samstags von 16 bis 17 Uhr gegen eine kleine Gebühr angeliefert werden. Hümmer forderte einen zusätzlichen Termin am Dienstag, am späten Nachmittag oder frühen Abend. Denn nicht jeder, so Hümmer, habe am Samstag Zeit zum Rasenmähen.

Max Bindl erinnerte daran, dass sich die Markträte auf ehrenamtlicher Basis um die Grüngutannahme kümmerten. Wenn Mitarbeiter des Bauhofs mit einspringen müssten, würde dies Geld kosten. "Sollte ein zusätzlicher Tag eingeführt werden, müssten wir Gebühren erheben." Der Bürgermeister richtete an die versammelten Zuhörer die Frage, ob sich der Marktrat mit der Thematik beschäftigen solle, was aber einhellig abgelehnt wurde.

Wunsch nach Radweg

Rainer Walenta wünschte sich den Bau eines Radwegs von Konnersreuth nach Mitterteich und begründete dies mit großem Interesse von Einheimischen und Gästen. Max Bindl kündigte dazu ein Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz an.
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