Besinnung am Ortsrand

Wenig einladend präsentiert sich das Waldstück beim östlichen Konnersreuther Ortseingang. Dort soll neben dem Eingang zum Besinnungspfad auch ein Wanderparkplatz entstehen. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
17.01.2015
5
0

Einen Besinnungspfad will der Forstbetrieb Waldsassen auf dem ehemaligen Rundwanderweg am "Konnsberg" schaffen. Geplant ist die Eröffnung noch vor dem Großen Resl-Gebetstag im September.

Bürgermeister Max Bindl verwies am Donnerstag im Marktgemeinderat auf einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion im Oktober vergangenen Jahres, den das gesamte Gremium begrüßt hatte (wir berichteten). Forstdirektor Gerhard Schneider stellte anschließend Details des Projekts vor. Der Pfad soll 2600 Meter lang werden, die Kosten bezifferte er auf rund 60 000 Euro. 15 000 Euro davon werde der Forstbetrieb aufbringen, den Rest der Freistaat Bayern. Schon im Mai könnten die Arbeiten beginnen.

Schneider betonte, dass der 1977 eröffnete Rundwanderweg in den vergangenen Jahren zunehmend verkommen sei. Er bat den Marktrat, sich an dem Vorhaben zu beteiligen: "Erst wenn ein Projekt von mehreren Schultern getragen wird, wird es auch ein Erfolg." Konnersreuth habe schon viel für ein authentisches Erscheinungsbild getan. Aber noch seien nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden. "Die Pfarr- und Marktgemeinde hat mit der Resl ein Alleinstellungsmerkmal", betonte Schneider. Dieses gelte es noch weiter hervorzuheben. Der "Konnsberg" liege vor der Haustür und gehöre zum Staatswald, weshalb man dort problemlos tätig werden könne.

Sichtachse zur Kappl

Der Eingang zum Pfad soll direkt an der Ortsgrenze entstehen - mit Wanderparkplatz und eventuell einem Pavillon. Entlang des Weges könnten auf Infotafeln bis zu 16 verschiedene Themen behandelt werden. Berücksichtigt werden könnten der dortige Steinbruch, eine Waldwiese, aber auch die Ökologie der Waldränder und die Volksfrömmigkeit. Vorgesehen sei auch die Schaffung einer Sichtachse zur Kapplkirche.

Pater Benedikt Leitmayr zeigte sich begeistert, zumal das Pilgern wieder neu entdeckt werde. "Begegnungen des Menschen mit der Natur haben immer auch mit der Schöpfung zu tun. Der Weg soll die Sinne der Menschen ansprechen." Therese Neumann habe sich von jeher mit der Natur verbunden gefühlt. "Die Resl war eine Naturfreundin, eine geerdete Frau." Sein Ziel sei es, die Resl mit Texten und Bildern erlebbar zu machen. Der Pater sprach mit Blick auf den Weg abschließend von einem "Seelen- oder Lebenskreislauf".

Gerhard Schneider freute sich über die Worte von Pater Benedikt: "Da könnte ich sofort alles unterschreiben." Den Unterhalt und die Verkehrssicherung des Besinnungspfades müsste die Marktgemeinde übernehmen, was diese bereits zugesichert habe. Zu bedenken gab Schneider allerdings, dass der Weg nicht kinderwagen- und behindertengerecht ausgebaut werde: "Wir befinden uns dort mitten in der Natur, es ist halt ein Waldweg." Am Ende brachte Schneider noch einige Namensvorschläge ein, etwa "Besinnungspfad Konnsberg" oder Besinnungspfad Resl von Konnersreuth".

Auch Bürgermeister Max Bindl zeigte sich von den Plänen sehr angetan. Weitere Details wollen Marktgemeinde und Forst in den nächsten Wochen klären.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.