Das Lächeln der Muttergottes

Gebet vor dem Reslgrab. Therese Neumann verehrte einst die französische Heilige sehr. Mit dabei (von rechts) Pfarrer Benedikt Voss und Pater Benedikt Leitmayr. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
05.05.2015
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"Tour Deutschland, Österreich, Schweiz" heißt es auf dem Fahrzeug, mit dem der Reliquienschrein der heiligen Theresia von Lisieux durch den deutschsprachigen Raum gefahren wird. Einzige Stationen in Deutschland: Augsburg und Konnersreuth.

Empfangen wurde der Schrein am Freitag am Friedhof (wir berichteten bereits). Sechs Träger hievten den Schrein aus dem Fahrzeug auf eine fahrbare Bahre. Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr freute sich, dass der Schrein nach 2007 zum zweiten Mal in Konnersreuth Station macht. Unter den Gästen auch Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Max Bindl, Konnersreuther Vereine und - trotz des wenig einladenden Wetters - viele Gläubige.

Reliquie im Resl-Haus

Am Grab der Therese Neumann machte die Prozession Halt, wo im Beisein der heiligen Theresia von Lisieux um ein gutes Ende des laufenden Seligsprechungsprozesses für Therese Neumann gebetet wurde. Die Resl hatte einst die französische Heilige sehr verehrt. Kinder des Kinderhauses "Mutter vom guten Rat", sangen das Lied "Gottes Liebe ist so wunderbar". Im Anschluss folgte der Zug mit der Jugendblaskapelle zum Resl-Haus. Dort, an der Lourdesgrotte, folgte eine Maiandacht - musikalisch gestaltet von der Blaskapelle unter Leitung von Armin Scharnagl und bereichert durch Gesangssolistin Inge Härtl. Monsignore Anton Schmid, Leiter des Theresienwerks, übergab eine Reliquie der französischen Heiligen an Pater Benedikt Leitmayr. Dieses Geschenk wird jetzt im Resl-Haus bleiben. Nach der Maiandacht wurde der Reliquienschrein in die Pfarrkirche überführt.

Höhepunkt am Abend das Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Laurentius mit Weihbischof Reinhard Pappenberger. Unter den Hauptzelebranten auch Pater Benedikt Leitmayr, Abt Philipp Lobkowicz (Kloster Tepl), Pater Jan Burghardt (Bayreuth), Pfarrer Benedikt Voss (Kloster Theresianum), Pfarrer Klaus Leist (St. Wendel) und Monsignore Anton Schmid (Augsburg). Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor, Leitung Matthias Schraml.

Wichtige Jahreszahlen

Im Altarraum war der Reliquienschrein aufgebahrt, dazu ein Bild der heiligen Therese von Lisieux. Unter den vielen Gläubigen auch Schwestern der Klöster aus Konnersreuth, Waldsassen und Fockenfeld. "Wir feiern die Gottesmutter, die Schutzfrau Bayerns", sagte Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr. Weihbischof Reinhard Pappenberger wusste, dass Theresia von Lisieux erst nach ihrem Tode bekannt geworden sei, als die 1923 selig- und 1925 heiliggesprochen wurde. "Beide Jahreszahlen sind für Konnersreuth und die Resl von großer Bedeutung", sagte der Weihbischof. 1997 wurde die heilige Theresia von Lisieux zur Kirchenlehrerin, auf Wunsch von Papst Johannes Paul II. Und seit dieser Zeit nimmt die Jugend der Diözese Regensburg an den Weltjugendtagen teil, in ständig wachsender Zahl.

Licht in der Dunkelheit

Pappenberger war sich sicher: "Theresia von Lisieux hat sich der Barmherzigkeit und der Liebe Gottes geweiht. Ihre letzten Monate waren dunkel. Dennoch war sie glücklich, wenn andere Menschen nicht auf der Strecke blieben. Theresia von Lisieux wurde in den Dunkelheit ein flackerndes Licht". Jesus wäre ihre einzige Liebe, habe Theresia von Lisieux geschrieben. "Seit ihrem Tod leuchtet die Heilige in unsere Welt hinein, mit einem Lächeln, dass sie der Muttergottes abgeschaut hat."

Nach dem Gottesdienst wurde der Reliquienschrein ins Kloster Theresianum gebracht, wo in der Nacht Gelegenheit zur Anbetung bestand. Letzte Station der Reise war am Samstag Fockenfeld, wo der Schrein nach dem Gottesdienst in Richtung Augsburg verabschiedet wurde.
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