Erinnerung an Weltkriegstote

Werner Hoschopf, Vorsitzender der Soldatenkameradschaft Konnersreuth, zeigt die zwischengelagerten Basaltstelen, die beim Kriegerdenkmal auf dem Friedhof aufgestellt werden. Der Verein will damit an die in beiden Weltkriegen getöteten Konnersreuther erinnern. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
13.05.2015
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Sechs Basaltstelen bereichern künftig das Kriegerdenkmal auf dem Konnersreuther Friedhof. Auf daran befestigten Metallplatten werden die Namen von Konnersreuthern zu lesen sein, die in beiden Weltkriegen ums Leben kamen.

Vorsitzender Werner Hoschopf stellte das Vorhaben seiner Soldatenkameradschaft in der jüngsten Marktratssitzung näher vor. Laut Hoschopf leben in Konnersreuth derzeit noch sechs ehemalige Kriegsteilnehmer. Ihnen wolle man noch zu Lebzeiten diese steinerne Erinnerungsmöglichkeit bieten.

Hoschopf berichtete, dass im Ersten und im Zweiten Weltkrieg insgesamt 150 Konnersreuther getötet worden seien. Mit den Stelen und den Namen wolle die Soldatenkameradschaft an deren Schicksal erinnern. Die Stelen, die aus dem Steinbruch Hirschentanz stammen, könnten schon Anfang Juni aufgestellt werden. "Wir sind in den Startlöchern", sagte Hoschopf und bat um einen klaren Auftrag durch den Marktrat.

Stromleitung verlegen

Einstimmig erteilte das Gremium für das Vorhaben grünes Licht. 2. Bürgermeister Reinhard Wurm (Freie Wähler) freute sich, dass die Basaltsteine aus einem heimischen Steinbruch stammten. Uwe Rosner (CSU) regte an, dass im Zuge des Aufbaus gleich noch eine Stromleitung zum Kriegerdenkmal verlegt wird. Somit könnten die Stelen auch angestrahlt werden. Dieser Vorschlag stieß auf einhellige Zustimmung. Edgar Wenisch (SPD) dankte der Soldatenkameradschaft, dass sie sich dieses Themas annimmt.

Werner Hoschopf bat im Anschluss um Spenden, so dass das Projekt auch finanziert werden kann. Geld kann unter dem Kennwort "Kriegerdenkmal Friedhof" auf das Konto des Vereins eingezahlt werden (IBAN: DE65 781 615 750 000 410 640, BIC: GENODEF1WSS).

Voller Freude teilte Bürgermeister Max Bindl mit, dass der am 20. April beim Landratsamt Tirschenreuth eingereichte Haushalt 2015 bereits drei Tage später genehmigt worden sei. Zwar habe die kommunale Rechtsaufsichtsbehörde eine weiterhin angespannte Finanzlage festgestellt, doch das habe sich nicht negativ auf die Genehmigung ausgewirkt. Auch gegen eine möglicherweise notwendige Kreditaufnahme in Höhe von 100 000 Euro gebe es keine Einwände. Am 29. April habe die Gemeinde beim Landratsamt einen Antrag auf Stabilisierungshilfen in Höhe von 638 930 Euro eingereicht.

Hebesatz zu niedrig

Wie Bürgermeister Bindl weiter miteilte, habe die Regierung der Oberpfalz die Festlegung des Hebesatzes der Grundsteuer A auf 350 Punkte moniert. Die Gemeinde sei aufgefordert worden, den Hebesatz rückwirkend zum 1. Januar 2015 von 350 auf 355 Punkte anzuheben. Mit diesem Schritt könnte man umgehen, dass der Markt eventuell 100 000 Euro zurückbezahlen müsse, die im vergangenen Jahr als Stabilisierungshilfe gewährt wurden. Laut Bürgermeister Bindl werde sich der Marktrat in der Juni-Sitzung mit diesem Thema befassen.

Nicht zuletzt wies Max Bindl darauf hin, dass im Juni oder Juli die Schlussrechnungen für die Maßnahmen in der Pfarrer-Schumann-Straße vorliegen dürften. Derzeit prüfe das beauftragte Ingenieurbüro die eingegangenen Rechnungen. Saniert werde ferner der Bereich im "Farbergassl" zwischen Kirchenmauer und den Pflastersteinen. Die Kirchenverwaltung wolle die dortige Kirchenmauer sanieren. Im Zuge dieser Arbeiten soll der Grünstreifen am Boden der Kirchenmauer gepflastert werden, so dass kein Wasser mehr eindringen kann. Feuchtigkeit sorge in der Kirchenmauer schon seit Jahren immer wieder für Schäden.
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