"Herzen in Christus verankert"

Kaplan Thomas Kopp (Wunsiedel), Pfarrer Benedikt Voss, Abt Rhabanus Maurus Petri, Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr und Monsignore Georg Schwager (von links) zelebrierten den Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
21.05.2015
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90 Jahre ist es her, seit die Französin Theresia von Lisieux heilig gesprochen wurde. Daran erinnerte jetzt die Pfarrei St. Laurentius bei einem festlichen Gottesdienst mit Abt Rhabanus Maurus Petri.

Der Geistliche von der Abtei Schweiklberg bei Vilshofen, der auch dem deutschlandweit bekannten Gesangstrio "Die Priester" angehört, verwies auf die Gemeinsamkeiten zwischen Theresia von Lisieux und Therese Neumann. "Wir haben es heute mit zwei Frauen zu tun, deren Herzen in Christus verankert waren und die das gelebt haben, was der heilige Benedikt in seiner Regel in folgende Worte fasst: "Der Liebe zu Christus nichts vorziehen."

Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gebet am Theresienbrunnen, dessen 50-jähriges Bestehen am Vortag begangen worden war. Anschließend führte eine feierliche Prozession zur Pfarrkirche. Mit dabei war auch Monsignore Georg Schwager als Vertreter der Diözese Regensburg, Pfarrer Benedikt Voss (Kloster Theresianum) und Kaplan Thomas Kopp aus Wunsiedel. In seiner Predigt rief Abt Rhabanus Maurus Petri dazu auf, den Glauben mit Freude zu leben. "Der Glaube an Gott hat nichts mit Griesgrämigkeit zu tun. Der Glaube an Gott ist nichts Lähmendes, sondern das Gegenteil. Wer Gott hat, der hat die Freude, und wer die Freude hat, der hat Geschmack am Leben, der kann sich des Lebens freuen".

Der Prediger wünschte, "dass wir im Glauben an Gott tiefe Freude erfahren, innig empfundene Freude in unserem Herzen". Dass die Freude in den Menschen lebe, sei auch ein Anliegen Jesu. Der Abt zeigte sich überzeugt, "dass der Glaube an Jesus Christus uns alle immer wieder aufrichtet. Er gibt uns Zuversicht. Wir sind bei Gott gut aufgehoben, auch über den Tod hinaus."

Je tiefer sich die Seele aus dem Geheimnis Gottes speise und je mehr man sich Gott hingebe, umso tiefer könne die Freude sein, die aus dieser Hingabe erwächst. Dies habe besonders für die heilige Theresia gegolten, aber auch für Therese Neumann. "Ihre Herzen brannten für Jesus Christus, auf ihn bauten sie ihr Leben."

Der Abt zeigte sich überzeugt, dass es für beide Frauen eine Mission gewesen sei, die Menschen für Christus zu begeistern. Durch ihre Leben hätten sie darauf immer wieder hingewiesen. "Beide sind Glaubenszeuginnen, die die Menschen zum Glauben an Gott ermutigen."
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