Intensive Forschungen halten an

Domvikar Monsignore Georg Schwager (Mitte) zelebrierte den Dankgottesdienst zur Erinnerung an den Start des Seligsprechungsprozesses für Therese Neumann. Mit am Altar standen Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr (rechts) und Pfarrer Benedikt Voss vom Kloster Theresianum. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
19.02.2015
6
0

"Es war damals für uns ein lange ersehnter Tag, der endlich Wirklichkeit wurde." Mit diesen Worten erinnerte jetzt Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr an den Start des Seligsprechungsprozesses für Therese Neumann vor zehn Jahren.

Zahlreiche Gläubige waren zu dem festlichen Gottesdienst in die Konnersreuther Pfarrkirche gekommen. "Ich bitte Sie alle wie schon so oft um ihr Gebet. Möge uns dadurch Kraft und Segen von Gott geschenkt werden", sagte Domvikar Monsignore Georg Schwager.

Pater Benedikt Leitmayr betonte, dass er sich noch ganz genau an den 13. Februar 2005 erinnern könne, als der damalige Diözesanbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in Konnersreuth den Start des Seligsprechungsprozesses bekannt gab. In einem Schreiben habe ihm der heutige Kardinal und Präfekt der römischen Glaubenskongregation kürzlich mitgeteilt, das er in seinen Gedanken ganz in Konnersreuth sei.

"Damals sprach ich von einem historischen Tag für Konnersreuth, von einem Tag, der uns von Gott geschenkt wurde", so Pater Benedikt weiter. Seit dieser Zeit sei in Konnersreuth viel passiert. "Wir haben eine Votivtafelkapelle am Friedhof gebaut, haben einen Kreuzweg errichtet, haben den Reslgarten eröffnet und am Resl-Haus erinnert ein Gedenkstein an die Mitglieder des Konnersreuther Kreises."

"Historischer Tag"

Domvikar Monsignore Georg Schwager kam auf den 21. Januar 2005 zu sprechen. An diesem Tag sei aus Rom das "Nihil obstat" eingetroffen - die offizielle Erklärung, dass vonseiten der Heiligsprechungs-Kongregation der Durchführung eines Seligsprechungsprozesses nichts im Wege stehe. "Das war sicher ein historischer Tag für Konnersreuth und noch viel mehr für alle Verehrer der Dienerin Gottes." Und weiter: "Wohl überlegt und auch mit Mut hat Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller damals seine Entscheidung getroffen und den Bitten der vielen Gläubigen stattgegeben." Wie lange die Arbeit an der Causa Therese Neumann noch dauert, vermochte er nicht zu sagen. "Wir wissen noch nicht, wann die intensiven Forschungen abgeschlossen sind und die Akten an die römische Heiligsprechungs-Kongregation übergeben werden können."

Der Domvikar richtete an all jene "ein herzliches Wort des Dankes und ein aufrichtiges Vergelt's Gott", die die Anliegen der Causa begleitet haben. "Danke sage ich auch jenen, die am Grab der Dienerin Gottes ihren Glauben gestärkt und Trost gefunden haben. Ohne sie gäbe es keine Causa Therese Neumann." Besonders würdigte Schwager Pater Benedikt Leitmayr, der mit viel Herzblut die Causa unterstützt habe. "Konnersreuth hat sich durch Therese Neumann verändert, ja es hat einen weltweiten Ruf erworben", so Schwager weiter.

"Therese Neumann war keine Mitläuferin, sie war Ratgeberin und sie war Orientierung in schwerer Zeit. An der Festigkeit ihres bodenständigen Glaubens haben sich andere aufgerichtet." Schwager sagte abschließend, dass Therese Neumann "uns allen ein Vorbild" gewesen sei. "Vor allem ihre Freude am Heiland ist für uns prägend."

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Matthias Schraml an der Orgel.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.