Jugend von heute die Zukunft

Lokales
Konnersreuth
04.12.2014
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Das Suchtpotenzial ist enorm. Crystal zerstört nicht nur das Leben der Drogenabhängigen, sondern auch deren Familien. Der Kreisjugendring steuert dagegen.

Die Rauschgiftproblematik bestimmte die Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings im Schiml-Saal. Deshalb wird sich die Organisation auch weiter an der Initiative "Need No Speed" beteiligen". Kreisvorsitzender Jürgen Preisinger verwies auf die weiter steigende Zahl an Süchtigen. Gab es vor drei Jahren im Landkreis noch 67 Personen, die mit Crystal Speed zu tun hatten, so hat sich diese Zahl auf jetzt 133 Menschen fast verdoppelt. Gestiegen ist auch die Zahl an Erstkonsumenten.

"Für mich sind das erschreckende Zahlen. Wir müssen uns damit beschäftigen, gerade in der Jugendarbeit", sagte der Vorsitzende. Auch Eltern, Geschwister sowie Omas und Opas seien von der zerstörerischen Droge betroffen. "Anfangs wirkt das Rauschgift noch euphorisch, später zerstört es den Menschen", kündigte Preisinger weiteren Kampf gegen diese Sucht an. Verstärkt will der Kreisjugendring das Medium "Facebook" nützen und dort neueste Nachrichten posten.

In seinem weiteren Jahresbericht erinnerte Preisinger an eine Fülle von Veranstaltungen im laufenden Jahr. Erfreulich war für ihn, dass sich in Tirschenreuth und Mitterteich Jugendräte gebildet haben, auch in Waldsassen gebe es entsprechende Initiativen. Gut aufgestellt sah der Vorsitzende das T1 - Jugendmedienzentrum mit seinem Leiter Philipp Reich und den Mitarbeiterinnen Gabi Paetzold und Cirta Rosbach. Die Vorstandschaft stoße aber an die Grenzen der Belastbarkeit. Besonders dankte er Renate Scharf und Gerlinde Pötzl in der Geschäftsstelle, die bei der Vielzahl der Maßnahmen Erstaunliches zu leisten hatten.

Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler war beeindruckt. "Eure Arbeit kann sich wahrlich sehen lassen." Nicht nachlassen dürfe der Kreisjugendring bei der Drogenprävention. "Jugendliche, die sinnvoll beschäftigt werden, kommen mit Drogen nicht in Berührung."

Bürgermeister Max Bindl stellte kurz die Marktgemeinde vor. Viele der 40 Ortsvereine leisteten eine hervorragende Jugendarbeit. Sie wollten, dass die Jugendlichen ihre Freizeit sinnvoll verbringen. "Die Jugend von heute ist unsere Zukunft." Junge Menschen müssten die Gelegenheit haben, auch etwas auszuprobieren. "Dies gelingt aber nur, wenn man sie auch lässt."

Bezirksjugendring-Vorsitzender Nico Werth dankte dem Freistaat, dass er die Jugendarbeit finanziell wieder besser ausstattet. Dank der erhöhten Zuschüsse könne jetzt wieder Jugendarbeit im Normalmaß gemacht werden. Werth forderte, die Flüchtlinge als Freunde aufzunehmen. Die Jugendringe würden dazu ein entsprechendes Projekt starten. "Wir wollen ein gutes Miteinander und vor allem ein Zeichen setzen."

Anschließend verabschiedete sich Nico Werth, dessen zehnjährige Amtszeit als Bezirksjugendring-Vorsitzender im Frühjahr 2015 endet. Jürgen Preisinger dankte vor allem für die Unterstützung bei der Gründung des Medienzentrums T1. Grußworte sprachen Katrin Karagounis (Stadtjugendring Weiden) und Rupert Seitz (Kreisjugendring Neustadt/WN). Patrick Skrowny stellte die Jugendleiter-Karte "Juleica" vor, Christiane Kellner das Nachfolgeprojekt "Inklusion, Freizeit und Bildung". Der Konnersreuther Markus Mickisch verstärkt als Vertreter des Roten Kreuzes die Vorstandschaft.
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