Jugendförderung wie bisher

Die Kreismusikschule ist fast immer Thema, wenn es ums Sparen geht. Archivbild: tr
Lokales
Konnersreuth
09.02.2015
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Haushaltskonsolidierung und die Streichung freiwilliger Leistungen waren die Diskussions-Themen bei der Marktratsitzung. Dabei stand auch die Beteiligung an der Kreismusikschule auf dem Prüfstand. Letztendlich fielen dem Rotstift fielen aber andere Dinge zum Opfer.

Einstimmig abgelehnt haben die Markträte die zwanzigprozentige Absenkung der Jugendförderung. Bislang hat die Marktgemeinde die Jugendförderung jährlich mit 2000 Euro unterstützt. Die Verwaltung hatte angeregt, diese Förderung zu kürzen. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung muss der Markt freiwillige Leistungen einsparen. Ganz so schlimm wurde der Rotstift dann doch nicht angesetzt. Die neue Regelung tritt rückwirkend zum ersten Januar dieses Jahres in Kraft.

Gut angelegtes Geld

Bezüglich der Jugendförderung wusste Edgar Wenisch (SPD), dass diese gemeindliche Unterstützung bei den Vereinen immer schon sehnlichst erwartet werde. Uwe Rosner (CSU) meinte, "diese Gelder sind bei den Vereinen gut angelegt" und lehnte für seine Fraktion eine Absenkung der Unterstützung ab. Bürgermeister Max Bindl hatte zuvor um ein Signal gebeten, "wir müssen unseren Sparwillen im Haushalt dokumentieren." Der Marktrat sprach sich dann einstimmig für die Beibehaltung der bisherigen Förderung aus.

Rauchmelder statt Geld

Gestrichen wird dagegen das Neugeborenengeld. Bisher erhielten die Familien pro Baby fünfzig Euro. Bürgermeister Max Bindl machte deutlich, dass objektiv betrachtet das "Begrüßungsgeld für Neugeborene" nicht den Zweck erfüllt habe, dass mehr Kinder in Konnersreuth geboren werden. Er bezeichnete das Begrüßungsgeld allenfalls als "eine freundliche Geste ohne spürbares Ergebnis." Nach eingehender Diskussion einigte sich das Gremium, dass die Eltern Neugeborener kein "Begrüßungsgeld" mehr bekommen, dafür aber einen Rauchmelder im Wert von 25 Euro. Die Räte folgten dabei dem Vorschlag von Alfons Haberkorn (CSU). Die Gemeinde spart dadurch die Hälfte ein.

Im Zuge der Haushaltskonsolidierung wurde zudem die Mitgliedschaft der Marktgemeinde in verschiedenen Gremien und Vereinen diskutiert. Bürgermeister Max Bindl machte erneut deutlich, dass die Gemeinde ihren Sparwillen auch dokumentieren muss. Die Verwaltung hatte vier Vereine auserkoren, aus denen sich der Markt zurückziehen sollte. Der Marktrat lehnte diesen Wunsch einstimmig ab, vielmehr wurden die Verantwortlichen aufgefordert, sich mehr einzubringen, damit die Vereinszugehörigkeit auch einen Nutzen bringt.

Weiteres Thema war der gemeindliche Zuschuss für die Kreismusikschule (KMS). Im Haushalt sind dafür 3250 Euro vorgesehen. Uwe Rosner (CSU) machte deutlich, dass die Frage erlaubt sein muss, "wie denn die Kreismusikschule spart, wir müssen schließlich auch sparen." Bürgermeister Max Bindl machte deutlich, dass die Beschäftigten der KMS dem Tarif unterliegen. "Ich kann euch aber versichern, auch die Kreismusikschule spart", sagte Bindl. Edgar Wenisch erklärte, dass die KMS auch in seiner Fraktion großes Thema war.

"Nahezu jedes Jahr ist dieses Thema auf dem Tisch, aber es ändert sich nichts", bedauerte Wenisch. Reinhard Wurm gab zu bedenken, "wenn wir uns hier zurückziehen, müssen wir es doch über die Kreisumlage bezahlen." Andreas Malzer (CSU) forderte den Landkreis auf, hier endlich tätig zu werden und lehnte eine weitere Bezuschussung ab. Die anderen Markträte waren der Meinung, den Haushaltsansatz so zu belassen.

Nicht angetastet wird der Zuschuss für Fahrten ins Schwimmbad der Grundschule, ebenso die Ausgaben für Fahrten zu Sportfesten, Verkehrsschule und Walderlebnisfahrten. Insgesamt rechnet der Marktrat da mit Kosten in Höhe von 3700 Euro. Gestrichen wird dagegen der gemeindliche Zuschuss in Höhe von 103 Euro für den Kinderfasching der KAB.

Der Marktrat war sich einig, dass der gemeindliche Zuschuss jetzt aus dem Etat des Jugendbeauftragten zu bezahlen ist. Das gleiche gelte für die Seniorenweihnachtsfeier, zu dem das örtliche Rote Kreuz in den Schiml-Saal einlädt. Bislang unterstützte die Marktgemeinde die Kosten mit einem Zuschuss in Höhe von 306 Euro. Der Marktrat kam überein, den Zuschuss jetzt auf 200 Euro zu begrenzen, die restlichen 106 Euro kommen aus dem Etat des Seniorenbeauftragten Konrad Härtl.

Behindertenetat

In diesem Zusammenhang forderte Behindertenbeauftragter Richard Eckstein einen eigenen Etat, wie es in anderen Kommunen schon üblich sei. Laut Eckstein wohnen und leben in der Marktgemeinde rund 200 behinderte Menschen. Unangetastet bleiben die Haushaltsansätze für den Badeweiher, für die Tourismusverbände (hier votierten die Räte Andreas Malzer Uwe Rosner und Philipp Schwan, alle von der CSU, dagegen), für den Tourismus (Werbung und Anrufbus), für Nachmittagsbetreuung der Schulkinder sowie die Wohnbauförderung.
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