Keine Möbel, kaum Kleidung

Ein Holzbalkengerüst bewahrt das Wohnhaus an der Bauvereinstraße vor dem Einstürzen. Inzwischen hat die Polizei die Brandursache geklärt. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
06.11.2015
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Der Schrecken sitzt noch immer in den Knochen. Am 22. Oktober erschütterte eine Explosion die Wohnung der Familie Bauer in Arzberg. Die Zimmer dürfen nicht betreten werden, sind unbewohnbar. Die Konnersreutherin Maria Ernst startet deshalb eine Spendenaktion.

Ein Dach über dem Kopf bekam die Familie Bauer in einer Wohnung der Stadt, gleich in der Nähe des Unglückshauses. Aus der früheren Wohnung haben die Bauers nichts mitnehmen können. Sie durften nicht mehr in die Zimmer - Einsturzgefahr (wir berichteten).

Als die Konnersreutherin Maria Ernst von der Tragödie hörte, war ihr sofort klar: Dieser Familie muss geholfen werden. Ernst ist in der Konnersreuther BRK-Bereitschaft tätig und hat seit jeher ein Herz für Menschen, die Hilfe brauchen. Auf das Schicksal der Familie Bauer aufmerksam wurde sie durch eine Freundin aus Arzberg. Sie ist bestens mit der Mutter von Doris Sommerer bekannt, die sich ebenfalls rührend um die Familie Bauer kümmert. Massive Balken sichern noch immer das beschädigte Haus in der Bauvereinstraße. Katharina Bauer, eine gebürtige Tschechin, ist froh, dass durch die Explosion niemand verletzt wurde. Dennoch: Der Schock sitzt tief, besonders bei den Kindern, den zwölf Jahre alten Zwillingen Jana und Katharina sowie der vierjährigen Schwester Sara. Zu allem Unglück sind die beiden Haustiere, ein sechs Monate alter Chihuahua und Hamster Lilli, in dem starken Rauch erstickt. "Meine Kinder fragen oft nach dem Hund", erzählt Peter Bauer, ein gebürtiger Erbendorfer, der lange Jahre in Wiesau daheim war. Erst vor Kurzem waren die Familie von Marktredwitz nach Arzberg gezogen. Peter Bauer hat seine Frau Katharina vor sieben Jahren kennen und lieben gelernt. Maria Ernst hofft, dass auch Menschen aus dem Landkreis Tirschenreuth ihre Verbundenheit mit Familie Bauer zeigen. "Den drei Kindern und ihren Eltern muss doch geholfen werden."
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