Konnersreuther pflegen Brauchtum vor der Bescherung
Zahme Waldspechten

Wie jedes Jahr lockte der Auftritt der Spechten viele Schaulustige auf den Therese-Neumann-Platz. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
27.12.2014
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Pünktlich mit Glockenschlag 12 Uhr mittags kamen am Heiligabend acht Waldspechten vom Waldgebiet "Kreith" in den Marktflecken. Dort erwartete bereits eine große Menschenmenge die gruseligen Gestalten, sie so ganz und gar nicht zum beschaulichen Heiligen Abend passten.

Der heute 82-jährige Ludwig Günthner hat dieses alte Brauchtum wiederbelebt. Seit einigen Jahren findet das Spektakel immer mehr Anhänger. Bestückt mit Sichel und Wetzstein betraten die Spechte den Therese-Neumann-Platz. Dort erwartete eine Vielzahl von Eltern mit ihren Kindern die unheimlichen Besucher. Milde gestimmt mit Brotresten erwiesen sich die wilden Gesellen aber bald als zahme Spechte. Für die kleinen Besucher hatten sie sogar Süßigkeiten dabei. Der Tausch Brotreste gegen Süßes erwies sich als nicht so schlecht. Freilich zog es so manches Kind vor, auf Papas oder Mamas Arm in Sicherheit zu sein.

Nach einer knappen halben Stunde war das Spektakel auch schon wieder beendet. Die Waldspechte zogen sich zum nahen Rehberg zurück, und die Kinder konnten sich auf das Christkind freuen.
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