Leiden aus Liebe

Weihbischof Adolfo Bittschi-Mayer (Mitte) führte den jüngsten Resl-Gebetstag an. Mit am Altar standen Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr (links) und Regionaldekan Georg Flierl. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
25.06.2015
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Therese Neumann habe Schmerzen und Leid aus Liebe zu Gott angenommen - darauf wies jetzt Weihbischof Adolfo Bittschi-Mayer beim jüngsten Resl-Gebetstag hin. Dabei gab er auch Einblicke in das Leben in seiner Wahlheimat Bolivien.

"Wir brauchen treue Beter, auch über den Atlantik hinweg", sagte der Gast aus der bolivianischen Hauptstadt Sucre, der derzeit seinen Heimaturlaub im Raum Eichstätt verbringt. Bereits zum dritten Mal weilte der Gast aus Südamerika nun schon in Konnersreuth. Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr informierte, dass der Weihbischof vor genau 38 Jahren zum Priester geweiht worden sei.

"Die Resl war oft in Eichstätt, gerne bin ich jetzt auch in Konnersreuth", betonte Adolfo Bittschi-Mayer. Bereits seit 1983 sei er von der Diözese Eichstätt für die Seelsorge in Bolivien freigestellt. Kurz stellte er das südamerikanische Land vor, das flächenmäßig dreimal so groß ist wie Deutschland. "Unsere Erzdiözese ist größer als die Schweiz, hat aber nur etwa 70 Priester." Dankesworte richtete er an alle Christen in Deutschland für die Unterstützung Boliviens durch die Aktion Adveniat. Das Geld kommt auch der Priesterausbildung zugute. "Leider haben wir derzeit nur wenige Schüler." Kurz ging der Weihbischof auf einige Traditionen in Bolivien ein. "Das Abendessen wird bei uns immer gemeinsam eingenommen. Das ist wichtig, auch das Abendmahl nahmen die Jünger gemeinsam mit ihrem Herrn ein."

Nicht verzagen

"Wir fragen uns oft, warum wir so viel Leid ertragen müssen", so der Weihbischof weiter. "Ich sage ihnen, gerade dann ist uns Jesus ganz nah, nah am Herzen. Gott hat Therese Neumann Kraft gegeben zu leiden. Manches Leid muss hingenommen werden, in Liebe", sagte Adolfo Bittschi-Mayer. "Die Resl habe das Leiden und die Schmerzen aus Liebe zu Gott angenommen. "Viele müssen heute ihr Kreuz tragen. Nicht verzagen, tragt das Kreuz mit Liebe." Auf die aktuelle Politik eingehend bemerkte der Weihbischof, dass jedes kleine sonntägliche "Gipfeltreffen" mit dem Herrn mehr bringe als ein Gipfeltreffen wie jüngst in Garmisch-Partenkirchen. Abschließend bat Weihbischof Adolfo Bittschi-Mayer darum, im Gebet nicht nachzulassen, so dass die Resl zur Ehre der Altäre erhoben wird "und uns vom Himmel aus helfen kann".

Mit einer Lichterprozession ans Resl-Grab endete der Gebetstag. Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes hatten die Solistinnen Katharina Laugwitz und Inge Härtl sowie Matthias Schraml an der Orgel übernommen.
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