Marktrat erhöht Beiträge

Lokales
Konnersreuth
10.12.2014
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Mehr bezahlen müssen die Konnersreuther künftig für die Abwasserbeseitigung. Weitere Themen im Marktgemeinderat waren die Ortskernsanierung, der Fuß- und Radwegebau und das geplante interkommunale Gewerbegebiet.

Einstimmig votierte das Gremium in der jüngsten Sitzung für eine Anhebung der Herstellungsbeiträge im Bereich Abwasser. Der Beitragssatz für Grundstücksflächen wird zum 1. Januar 2015 90 Cent pro Quadratmeter betragen (bisher 81 Cent), für Geschossfläche 16,71 Euro pro Quadratmeter (bisher 16,56 Euro). Andreas Malzer (CSU) hatte beispielhaft ausgerechnet, dass er für sein Haus pro Jahr 140 Euro mehr bezahlen müsse.

Kein Zebrastreifen

Einig war sich das Gremium auch, in die Planung eines Geh- und Radweges zwischen dem Kreisverkehr und dem Backhaus Kutzer einzusteigen. Das Staatliche Bauamt und das Unternehmen hatten dort schon vor Jahren einen Weg gefordert. Keine Chance gebe es laut der Behörde für einen Zebrastreifen beim Kreisverkehr. Derartige Überwege seien nur innerhalb geschlossener Ortschaften zulässig. Stattdessen hat das Bauamt eine Querungshilfe vorgeschlagen. Ein Ortstermin sei für den morgigen Donnerstag vorgesehen, wie Bürgermeister Max Bindl mitteilte. Ziel sei es, einen Gehweg mit einer Breite von 1,50 Meter zu schaffen.

Hoffen auf Fördermittel

Uwe Rosner (CSU) begrüßte die Pläne, forderte aber, gleich einen kombinierten Fuß- und Radweg zu bauen. Geschäftsleiter Markus Troesch sah in der Maßnahme einen ersten Schritt zur Schaffung eines Radwegs bis nach Mitterteich. Bürgermeister Bindl hoffte auf den Erhalt von Fördermitteln.

Edgar Wenisch (SPD) griff einen Vorschlag von Alfons Haberkorn (CSU) auf und forderte gleich den Ausbau des Geh- und Radweges bis hin zur Industriestraße. "Dann muss unser Ziel der Bau eines Radwegs nach Mitterteich sein", sagte Wenisch. Der Marktrat fasste schließlich den Beschluss, das Ingenieurbüro Bork (Falkenberg) mit den Planungen zu beauftragen.

Einsteigen will der Markt auch in die Sanierung des Ortskerns mit Hilfe von Zuschüssen aus der Städtebauförderung. Einbezogen werden könnten das Resl-Haus, der Therese-Neumann-Platz und auch das Schafferhof-Grundstück. Ziel sei es, den Ortskern als Wirtschafts- und Wohnstandort zu stärken und Mängel und Missstände zu beheben. In einem Ortsentwicklungskonzept werde auch der Schafferhof als zentrales städtebauliches Hauptthema enthalten sein. Vor weiteren Schritten müsse natürlich erst die Entscheidung der Denkmalschutzbehörde zum vorgesehenen Abriss des Schafferhofs abgewartet werden.

Als nächstes, so Max Bindl, müsse laut Regierung der Oberpfalz eine Grobanalyse erstellt werden, die bis zu 10 000 Euro kosten könnte. Aufgezeigt werden sollen dabei Stärken und Schwächen. Wenn der Marktrat im Februar den Grundsatzbeschluss fasst und im März ein Städteplaner bestimmt wird, könnte im Dezember 2015 die Mittelanmeldung erfolgen. Erste Maßnahmen könnten im Frühjahr 2017 umgesetzt werden. Markus Troesch sicherte zu, die Bürger von Beginn an mitzunehmen. 2. Bürgermeister Reinhard Wurm (Freie Wähler) sah in der Städtebauförderung eine Chance für den Ort, Uwe Rosner und Edgar Wenisch sagten vonseiten ihrer Fraktionen ebenfalls Unterstützung zu.

Einstimmig für Beteiligung

Geschlossenheit zeigte der Marktrat auch bei der Frage, ob sich Konnersreuth am interkommunalen Gewerbegebiet beteiligen soll, das die Städte Mitterteich und Waldsassen und die Marktgemeinde Wiesau an der A 93 schaffen wollen. Einhellig stimmte das Gremium für ein Mitwirken. Bürgermeister Bindl stellte die Wichtigkeit dieses Projekts für die regionale Entwicklung heraus. Alle beteiligten Kommunen begrüßten den Einstieg Konnersreuths, wie Gespräche gezeigt hätten.

Edgar Wenisch machte darauf aufmerksam, dass er schon im Februar 2008 ein gemeinsames Gewerbegebiet gefordert habe und präsentierte zur Verdeutlichung den damaligen NT-Zeitungsartikel. Zu den möglichen Kosten bemerkte Edgar Wenisch augenzwinkernd: "Wir haben das Urheberrecht und müssen deshalb kostenlos beteiligt werden."
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