"Musik verleiht der Seele Flügel"

Die Sängerinnen Marina Schicker und Vanessa Rosner (von links) begeisterten unter anderem mit "Gloria in excelsis Deo". Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
10.01.2015
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Nach einem wahren Beifallssturm verabschiedeten sich die Konnersreuther Jugendblaskapelle und die beiden Solistinnen Vanessa Rosner und Marina Schicker mit einer Zugabe. Zuvor hatten sie die Konzertbesucher gut eine Stunde lang begeistert.

Die Pfarrkirche St. Laurentius war nahezu voll besetzt, als die rund 40 Musiker der Jugendblaskapelle ihre Plätze einnahmen. Noch weihnachtlich geschmückt bot der Altarraum einen prächtigen Rahmen für das traditionelle Neujahrskonzert. Mit der feierlichen "Dreikönigsintrade" eröffnete die von Armin Scharnagl dirigierte Kapelle das Programm.

Musikvereins-Vorsitzender Detlev Ernst hieß die Besucher willkommen und führte in der Folge durch den Nachmittag. "Musik verleiht der Seele Flügel", betonte Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr. "Wir dürfen heute diese herrliche Musik hören und dabei unsere Seele hineinpacken." Musik sei ein Geschenk für die Menschen, so der Pater. Die Jugendblaskapelle ließ daraufhin "Gloria sei dir gesungen" erklingen, ein Kirchenlied aus dem Jahr 1599. Gespielt wurde der Choral nach einer Fassung von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Weiter ging es mit "Ave Maria" nach einer Fassung von Anton Bruckner und "Nun danket alle Gott", einem bekannten Kirchenlied, das nicht nur instrumental, sondern auch in Gesangsform erklang.

Zum Auftakt des weltlichen Programmteils war "Giudita" zu hören, ein Instrumentalstück von Alfred Bösendorfer. Besonders stach dabei Gastspielerin Stenka Horska mit ihrer Oboe heraus. Erstmals brandete daraufhin Beifall in der Kirche auf. Unter energischem Dirigat von Achim Scharnagl spielte die Kapelle dann "Second Suite in F", ein Stück von Gustav Holst aus dem Jahr 1911.

Weiter ging es mit den drei Spirituals "Nobody Knows", "Deep River" und "It's me a Lord". Die Gospelsongs führten die Zuhörer ins 17. Jahrhundert, als die Sklaverei im Gebiet der heutigen USA noch hoch im Kurs stand. Mit ihrer herrlichen Stimme sang Marina Schicker aus Hundsbach den bekannten Annie-Lennox-Song "Into the West", begleitet von Stephan Sölch am Klavier. Etwas für Musikkenner war dann "Pavane pour Bowine" aus der Feder des holländischen Komponisten Kees Vlak. Stephan Sölch und die Jugendblaskapelle zeigten gemeinsam, dass Klavier- und Orchestermusik sehr wohl zusammenpassen.

Erster großer Auftritt

Ihren ersten großen öffentlichen Auftritt feierte Vanessa Rosner mit der stimmgewaltigen Darbietung des Liedes "Hallelujah" des Kanadiers Leonard Cohen. Begleitet wurde die Konnersreutherin dabei von Stephan Sölch (Klavier) und der Jugendblaskapelle. Am Ende des Programms erklang die Westminster-Fanfare "Gloria in excelsis Deo", wobei Marina Schicker und Vanessa Rosner im Duett begeisterten.

Für die Zugabe wählten die Musiker erneut das Stück "Hallelujah", diesmal gemeinsam präsentiert von den beiden Sängerinnen und der Jugendblaskapelle. Und so endete ein Neujahrskonzert, das den vielen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
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